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Trotz hoher Kosten hat sich die Dampfbehandlung von Unkraut immer mehr durchgesetzt. Foto: Privat
Trotz hoher Kosten hat sich die Dampfbehandlung von Unkraut immer mehr durchgesetzt. Foto: Privat
02.07.2019

Moderne Wildkrautbeseitigung in Oberderdingen: Gemeinde testet ökologische Dampfmethode

Oberderdingen. Die Gemeinde Oberderdingen testet im Zuge der Wildkrautbeseitigung auf dem örtlichen Friedhof und den beiden Tartanbahnen im Stadion eine Methode, die das Wildkraut mit heißem Dampf zerstört – und hat damit eine Fachfirma beauftragt.

Bei dem Verfahren wird das Wildkraut auf ökologische Art und Weise mit etwa 100 Grad heißem Wasserdampf bekämpft. Dabei werden die Eiweißzellen im Blatt beschädigt und die Pflanze welkt ab. „Je nach Witterung wird das Verfahren bis zu vier Mal jährlich durchgeführt. Bei regelmäßiger Durchführung und in trockenen Jahren reichen vermutlich auch drei Behandlungen“, berichtet Bauhofleiter Host Simmel.

Im ersten Jahr sind die Wildkrautpflanzen noch ausdauernd, da die Pflanzen nur oberflächlich geschädigt werden. Diese werden mit jeder Behandlung schwächer. Bei neu aufkeimendem Wildkraut ist die Wirkung am besten, deshalb muss das Verfahren regelmäßig durchgeführt werden.

Besser als die Alternativen

„Diese Verfahren gibt es schon länger und in verschiedenen Ausführungen. Trotz hoher Kosten hat sich die Dampfbehandlung immer mehr durchgesetzt. Da es nun schon seit ein paar Jahren verboten ist abzuspritzen, werden die Verfahren nun doch öfter eingesetzt“, so Simmel. Die Alternativen zur Wasserdampfmethode ist die mechanische Wildkrautentfernung mit Bürsten oder Motorsense. Dadurch kann es zu schleudernden Steinchen oder Veränderung der Oberfläche kommen. Ebenfalls ist die mechanische Entfernung weniger langanhaltend als die thermische Behandlung. Hierbei gelangt der Dampf auch in die Pflasterfugen, so dass die Pflanze noch mehr geschwächt wird.

Auch Vertiefungen, wie es sie häufig an älteren Pflasterbelägen gibt, werden beim Wasserdampf mitbehandelt.

Stellt sich die thermische Behandlung für geeignet dar, besteht die Option dieses Verfahren erneut anzuwenden und eventuell auszuweiten.