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Der 24-jährige Angeklagte, dem unter anderem zweifache Brandstiftung und Mord zur Last gelegt wird, verdeckt sein Gesicht. Rechts neben ihm sitzt sein Pforzheimer Verteidiger Bastian Meyer, links stehen zwei Karlsruher Justizbeamte. Foto: Hepfer
30.01.2019

Mordprozess bleibt schwieriges Puzzle – Zeugen verstricken sich in Widersprüche

Oberderdingen/Karlsruhe. Mögliche Verdachtsmomente gegen andere Personen haben sich am fünften Verhandlungstag im Mordprozess gegen einen 24-Jährigen aus Oberderdingen ergeben, der seit Anfang Januar vor dem Karlsruher Landgericht steht.

Dem Mann wird vorgeworfen, für eine Scheunen-Brandserie verantwortlich zu sein. Auch soll er Ende Mai 2018 Feuer in einem Oberderdinger Seniorenheim gelegt haben, wo er als Pfleger arbeitete. Dabei war eine 82-jährige Bewohnerin an den Folgen des Feuers gestorben, weshalb der 24-Jährige unter anderem wegen Mordes angeklagt ist. Beim Prozesstag am Mittwoch im Karlsruher Schwurgerichtssaal standen zwei erneut vorgeladene Zeugen im Blickpunkt. Vernommen wurde ein Freund des Angeklagten, dem die Polizei aufgrund einer Telefonüberwachung auf die Spur gekommen war. Es sei Zeit, den Kopf einzuziehen und aufzuräumen, bevor die Polizei komme, hatte der Angeklagte diesem mitgeteilt. Die Beamten fanden zwei Benzinkanister, ähnlich denen, die der vermummte Brandstifter auf einem Überwachungsvideo in der Hand hielt, zwei abgeschnittene Hosenbeine einer Tarnhose und auch eine Dreiloch-Motorradhaube, wie sie auch auf dem Video zu sehen gewesen war. „Ja, er hat mir die Sachen gegeben und gesagt, ich soll sie verschwinden lassen“, räumte der Zeuge ein.

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