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Zahlreiche Teilnehmer verzeichnete das 24-Stunden Schwimmen der DLRG Mühlacker im Senderstädter Hallenbad. Foto: Fotomoment
Zahlreiche Teilnehmer verzeichnete das 24-Stunden Schwimmen der DLRG Mühlacker im Senderstädter Hallenbad. Foto: Fotomoment
14.05.2017

Motivation entscheidend: Starkes 24-Stunden-Schwimmen in Mühlacker

323 Teilnehmer hatte das 24-Stunden-Schwimmen der DLRG Mühlacker am Freitag und Samstag. Gunnar Heidenreich schwamm im Hallenbad Mühlacker mit 50 050 Meter die längste Strecke (siehe auch Ergebnisse im Kasten).

Das beste Zeitgefühl hatte die siebenjährige Kara Rahm. Sie war die jüngste Schwimmerin des Teams Wasserflöhe. Den Kopf hielt sie gerade so über dem Wasser, als sie mit Bianca Lindner schwamm. Sie passte auf das Kind auf. Um 17.50 Uhr fehlten Bianca noch dreieinhalb Bahnen. Am Ende umarmte sie ihr Papa Frank Rahm. Seine Tochter hatte nicht nur ihre Zielstrecke von 3000 Metern erreicht, sondern sogar die 3050 Meter. „Ich habe daran geglaubt“, meinte Kara. Freudig strahlte sie, als sie dafür die Silbermedaille bekam.

Während in der Halle geschwommen wurde, saß Volker Richter kurz vor 12 Uhr allein vor der Halle. Er aß ein Brötchen und genoss die Ruhe. 7700 Meter war er bereits geschwommen. Jeweils 1000 bis 2000 Meter, dann macht er eine Pause. Zum fünften Mal war er dabei. Letztes Jahr kam er an den Punkt, an dem nichts mehr ging. Der Körper wollte nicht mehr. Umso wichtiger ist ihm die richtige Abstimmung mit den Pausen. Den 50-jährigen aus Mühlhausen packt jedes Mal der Ehrgeiz, beim 24-Stunden-Schwimmen: „10 000 Meter will ich auf jeden Fall schaffen“. Auch Benjamin Seiter sitzt bei Sonnenschein in der Badehose gegen 13 Uhr am Brunnen vor dem Freibad. Der zwölfjährige Enzberger hat durch das Chlorwasser ein Brennen in den Augen. Bei ihm sitzt sein Pate Bruno Seitter aus Lomersheim. Die Aktion findet er gut: „Auch eine tolle Leistung der Senderstädter DLRG“, sagt er.