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Einige hundert Besucher verfolgten die Zimmerbrand-Simulation, von der eine riesige Rauchvolke ausging. Foto: Kollros
Einige hundert Besucher verfolgten die Zimmerbrand-Simulation, von der eine riesige Rauchvolke ausging. Foto: Kollros
Lehrbuchmäßig ging der Löschtrupp mit Atemschutz bei der Brandbekämpfung vor. Foto: Kollros
Lehrbuchmäßig ging der Löschtrupp mit Atemschutz bei der Brandbekämpfung vor. Foto: Kollros
28.04.2019

Mühlacker Feuerwehr präsentiert eindrucksvolle Simulationen beim Tag der offenen Tür

Mühlacker. Regelrecht überlaufen wurde am Sonntag die Senderstädter Feuerwehr bei ihrem Tag der offenen Tür in ihrer bald historischen Feuerwache im Stadtzentrum. Tausende Besucher bewiesen ihr nachhaltiges Interesse an der Arbeit der Floriansjünger.

Publikumsmagnet war dabei die Simulation eines Zimmerbrands und dessen professionelle Bekämpfung.

„Der riesige Aufwand an Vorbereitung und personellem Aufwand hat sich also gelohnt“, zog Matthias Donath, Abteilungs- und stellvertretender Stadtkommandant, am späten Nachmittag eine subjektiv positive Bilanz. Rund 50 Helfer waren den Tag über im Einsatz samt Unterstützern aus der einen oder anderen Stadtteilwehr, und die Riege der Ehrenabteilung der Altgedienten hatte am Nachmittag Stellung an der Kaffee- und Kuchentheke übernommen – „was den Zusammenhalt in unserer Wehr unterstreicht“, wie Donath anerkennend bemerkte.

Für die Simulation des Zimmerbrands hatten die Senderstädter Unterstützung von der Feuerwehr Leonberg erhalten, die einen Übungscontainer mit einer offenen Seitenwand für Demonstrationszwecke besitzen und zur Verfügung stellten. So konnte augenscheinlich die Entstehung des Feuers verfolgt werden, das alsbald von einem Rauchmelder erkannt und so die Alarmierung der Feuerwehr in Gang gesetzt wurde. Das Feuer hatte sich in kurzer Zeit von einem Sessel auf das gesamte Zimmermobiliar ausgebreitet.

Eine ausgerückte Löschstaffel – im Ernstfall wären selbstredend mehr Einsatzfahrzeuge vor Ort – leitete die Brandbekämpfung durch einen Löschtrupp mit zwei Atemschutzträgern durch die Wohnungstür ein. Mit nur wenigen Sprühstößen aus dem Strahlrohr hatten die beiden den Vollbrand schnell unter Kontrolle und alsbald gelöscht. D

Die weiteren vier Kräfte der Einsatzstaffel demonstrierten die Sicherstellung von ausreichend Löschwasser mit dem Aufbau einer Versorgung aus dem Hydranten. Zuvor hatte bereits die Jugendfeuerwehr den Besuchern ihr Können gezeigt. Für sie lautete die Aufgabenstellung, mit zwei Rohren einen in Brand geratenen Stapel Holzpaletten zu löschen. Dabei würden die Jugendlichen in der Brandbekämpfung nach dem selben Schema vorgehen wie die Aktiven, um später reibungslos in die Einsatzabteilung übernommen werden zu können, so Matthias Donath.

Im Schulhof des Gymnasiums hatten die „Blauröcke“ ihr rollendes Material zu einer Fahrzeugschau bereitgestellt. Und als Pendant dazu gab es mit Unterstützung der Feuerwehren aus Leonberg und Heimsheim eine Oldtimerparade. Für den Nachwuchs wurden unter anderem Fahrten mit Wehrfahrzeugen geboten, in der Hüpfburg wurde getollt, und manches Kind kam mit neuem Outfit aus dem „Schminksalon“.