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Die württembergische Weinprinzessin Aliena Zischewski aus Illingen, der Mühlacker Weinkönig Steffen I., Citymanager Rolf Watzal und Bürgermeister Winfried Abicht (von links) stoßen auf gutes Gelingen an.
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Ohrwürmer aus Rock und Pop sowie Blues- und Swing-Klassiker präsentierte die Verena-Handl-Band – rund zwei Dutzend Hits bot die Band einem begeisterten Publikum. Foto: Kollros

Mühlacker Glühweinfest mit Traditionspotenzial

Mühlacker. Public Viewing im Schnee und dazu innerlich wärmenden Glühwein, das hat’s im Städtle an der Enz auch noch nicht gegeben – doch als Anfang letzter Woche feststand, dass die bundesdeutschen Ballwerfer ins WM-Halbfinale just am Abend des Glühweinfests einzogen, da war für den umtriebigen Citymanager Rolf Watzal klar: „Dieser Joker muss gezogen werden“. Und so versammelten sich zahlreiche Bürger in Mühlackers Stadtmitte zum Glühweinfest.

„Die Handball-Übertragung durch den HC Blau-Gelb kam erstaunlich gut an. Es sind viele Menschen nach der Musik geblieben, „und war der Platz bei unserer Verena-Handl-Band schon fast voll, so war er anschließend noch voller“, zog Watzal eine für alle Beteiligten äußerst positive Bilanz. Bereits rund eine Stunde nach der um 17 Uhr stattgefundenen Eröffnung füllte sich der mit Holzfeuer und angestrahlten Bäumen illuminierte Platz zunehmend.

Zukunft des Stadthallen-Areals

Bürgermeister Winfried Abicht äußerte sich in seinem Grußwort zuversichtlich, dass das Mühlacker Glühweinfest zu einer Traditionsveranstaltung werden könnte. Und er wies auf „das Loch nebenan“ hin. „Da stand mal der Mühlehof“, und jeden, den es interessierte, wie es auf diesem Areal weitergehe, lud er ein, die Sondersitzung des Gemeinderats amDienstag, 12. Februar, zu besuchen, in der es um die Zukunft des designierten Stadthallen-Areals gehe.

Eingebunden in die Festeröffnung war auch die „Inthronisation“ des „Mühlacker Weinkönigs“, der beim letztjährigen Weinfest an selber Stelle gekürt worden war. Im Beisein der württembergischen Weinprinzessin Aliena Zischewski durfte der Neu-Lomersheimer – er stammt aus Schorndorf, heiratete aber vergangenen Sommer eine Mühlhäuserin – einen überdimensionalen Weinrömer mit persönlicher Gravur entgegennehmen.

Watzal und Abicht dankten auch den zahlreichen Sponsoren, die das Fest und insbesondere das Bühnenprogramm erst ermöglichten – zu diesen zähle unter anderem Mühlackers Oberbürgermeister Frank Schneider, verriet Watzal.

Und ein Gruß ging auch in die Kurpfalz, wo die Mitglieder der Band „De Roode Pelikan“ ansässig sind, die Verständnis dafür geäußert hätten, dass sie in Mühlacker doch nicht auftreten könnten, weil in diesem Zeitfenster die Handball-Live-Übertragung stattfinden sollte.

Neun Weinbaubetriebe

Letzteres hatte der Handballclub Blau-Gelb ermöglicht – und damit ein Public Viewing, wie eingangs schon erwähnt, mit Seltenheitswert.

Zuvor aber heizte Verena Handl mit ihren fünf Musikern den Besuchern mit fetzigen Hits aus vergangenen Jahren ein – mindestens ebenso wie der Glühwein der neun Weinbaubetriebe aus Stromberg und Enztal. Man merkte der Combo an: Die Sechs waren fröhlich drauf und ließen sich von der Kälte des Winterabends nicht abschrecken.

Und ebenso wenig die Besucher – weder jene, die in erster Linie die Handball-Übertragung interessierte, noch jene, die zuvorderst wegen des Glühweinfestes und den dort ausgeschenkten Spezialitäten gekommen waren.