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Fotograf Volker Henkel (rechts) präsentiert in der Ausstellung auch eine Skulptur. Was es damit auf sich hat, erläutert er Maria Gurdan (von links), Leonhard, Yannick und Maria Susanne Spieß. Foto: Prokoph
Fotograf Volker Henkel (rechts) präsentiert in der Ausstellung auch eine Skulptur. Was es damit auf sich hat, erläutert er Maria Gurdan (von links), Leonhard, Yannick und Maria Susanne Spieß. Foto: Prokoph
10.09.2017

Mühlacker Künstlergruppe eröffnet Ausstellung zum Thema „Reformation(en)“

Mühlacker. Es ist erstaunlich, was dabei herauskommt, wenn sich einheimische Künstler mit dem Begriff „Reformation(en)“ befassen. Das beweist die Jahresausstellung der Mühlacker Künstlergruppe unter diesem Titel, die am Freitagabend in der evangelischen Pauluskirche eröffnet wurde.

Die große Palette der 15 Künstler reichte unter anderem von Köpfen aus Ton im Eimer – inklusive einem Totenschädel – und einem großen Kopf liegend auf einem Podest, Plastikmadonnen aus Lourdes hoch oben an der Wand auf einem Sims, bis hin zu einem großen Herz aus Drahtgeflecht auf der Empore und großen schwarz-weiß Fotografien von schwulen, lesbischen und heterosexuellen Pfarrerpaaren im Altarraum.

Rund 150 Besucher waren zur Ausstellungseröffnung in die Kirche gekommen. Carolin Becker an der Violine und Christiane Sauter-Pflomm am Klavier umrahmten die Eröffnung musikalisch. „Reformation beginnt im Herzen“, sagte Pfarrerin Gabriele Goy in ihrer Begrüßung und freute sich, dass mit dieser Ausstellung ein Traum von ihr in Erfüllung gegangen sei. Die Pauluskirche sei als Ort einer Ausstellung zwar auf den ersten Blick „ungewöhnlich“, erläuterte Oberbürgermeister Frank Schneider in seiner Ansprache. Doch zum Thema „Reformationen“ passe die Kirche wiederum gut, weil sie ja quasi ein Produkt der Reformation sei. Der Besuch der Ausstellung rege die eigene Gedankenwelt und Fantasie an, so Schneider. Er wünschte den Künstlern eine gute Besucherresonanz. „Wir laden Sie ein, sich ein eigens Bild von der Ausstellung zu machen“, sagte Künstlerin Anastassia Biederstaedt in ihren einführenden Worten.

„Es ist eine wunderbare Ausstellung, die sehr interessant das Thema Reformation beleuchtet“, befand Besucherin Selma Özer. „Die Ausstellung ist eine Bereicherung für Mühlacker, weil es einmal etwas anderes ist“, ergänzte der Besucher Joachim Stretz.

Die Ausstellung geht bis 18. September. Am Mittwoch, 13. September, ist sie ab 19 Uhr geöffnet. Um 20 Uhr findet ein Vortrag von Alt-OB Arno Schütterle zum Thema, „Reformationen und Kunst“, statt. Zu sehen ist die Ausstellung auch bei der Kunstnacht am Samstag, 16. September, von 18 bis 23 Uhr und am Sonntag, 17. September, nach dem Kunstgottesdienst von 11 bis 12 und von 14 bis 18 Uhr.