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Weiße Pracht im Übermaß unweit der alten Eisenbahnbrücke in Mühlacker. © Kohler
26.12.2010

Mühlacker bleibt von Schneeunfällen weitgehend verschont

MÜHLACKER. Der erneute Wintereinbruch an Heiligabend hat einige Menschen in Mühlacker überrascht. Die meisten gewannen der weißen Pracht etwas Positives ab. Größere Unfälle verzeichnete die Polizei nicht.

Bildergalerie: Schnee in Mühlacker Teil 1

„So viel Schnee haben wir bestimmt seit 25 Jahren nicht mehr gehabt“, sagte Karl Bellon, der mit seiner Ehefrau Cornelia am zweiten Weihnachtsfeiertag in der Senderstadt spazieren ging. Beide freuten sich über weiße Weihnachten. So konnten sie sich auf den Skiurlaub einstimmen, der sie in einer Woche in den Skiurlaub nach Kössen führt.

Keine Angst vor Verspätungen

Als Bahnreisende rechneten Alice Prestandera und Salvatore Papa nicht mit Verspätungen. Sie machten sich am Nachmittag des zweiten Weihnachtsfeiertags auf den Weg zurück an ihren Studienort Bayreuth, nachdem sie bei Alices Onkel Dr. Michael Terhorst gefeiert hatten. Terhorst wollte über die Straßenverhältnisse nicht klagen. Trotzdem stellte er sein Auto am Bahnhof Mühlacker ab, um sich per Stadtbahn auf einen Abstecher in seine Pforzheimer Praxis zu begeben.

Bildergalerie: Schnee in Mühlacker Teil 2

Nicht um Pflichten nachzukommen, sondern um ein, zwei Stunden Schlitten zu fahren stapften die Schwestern Damla und Deniz Yildirim sowie ihre Cousine Duygu Yildirim in der Senderstadt durch den Schnee. „Es hat schon übertrieben viel geschneit“, sagte die 18 Jahre alte Duygu. Auch von den Temperaturen war die junge Frau offenbar nicht begeistert. „Wir fahren Schlitten bis wir erfrieren“, sagte sie auf dem Weg zur improvisierten Rodelbahn. Etwa zur selben Zeit befreite in der Bahnhofstraße Cuma Sezgin sein Auto vom Schnee. Dabei unterstützte ihn sein Sohn Hasan. Nachdem es vorher bereits zwei Mal geschneit hatte, hatte Vater Sezgin für Weihnachten nicht noch mehr Schnee erwartet. Am Freitag war er von der weißen Pracht überrascht worden. Da er es mit dem Auto nicht nach Hause schaffte, stellte er den Wagen im Zentrum ab. Zwei Tage später wollte er aus Sorge um die Batterie eine Weile herumfahren und musste sich erst freie Sicht verschaffen.

Das Bild in der Senderstadt war uneinheitlich. Einige Autofahrer setzten ganz auf Sicherheit, andere fuhren kaum langsamer als sonst. Auf der B 10 war am zweiten Weihnachtsfeiertag verhältnismäßig wenig los. Dafür waren nicht weit entfernt, in der Fußgängerzone, viele Menschen unterwegs.

Schneematsch bleibt zurück

Wie die Fahrbahnen waren auch die Gehwege längst nicht überall von Schnee und Eis befreit. Seitens der Polizei registrierte man zufrieden, dass sich die Autofahrer auf das Winterwetter eingestellt hatten. Auch wenn die Straßen teilweise von Schneematsch bedeckt waren, ereigneten sich bis zum Sonntagabend keine gravierenden Unfälle.