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Mühlacker hofft auf politische Weichenstellung für Alkoholverbote.
Mühlacker hofft auf politische Weichenstellung für Alkoholverbote © dpa
13.09.2011

Mühlacker hofft auf politische Weichenstellung für Alkoholverbote

Jochen Schray, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Vereine, ist stolz darauf, dass beim Straßenfest in Mühlacker für eine derart große Veranstaltung am Wochenende wenig Probleme zu beklagen waren.

Und auch Ulrich Saur, Leiter des Ordnungsamts der Stadtverwaltung, ist der Auffassung, dass das diesjährige Konzept, das Mitbringen von Alkohol zum Fest und das exzessive Trinken besonders junger Leute zu unterbinden, Früchte getragen hat. Die Polizei bewertet das genauso. Bei einem großen Fest bedeute ein erfolgreiches Konzept nicht, dass gar nichts passiere, so Saur. Aber es sei erfreulich wenig passiert. Übers Wochenende registrierte die Polizei zwei Sachbeschädigungen, einen Diebstahl, zwei Körperverletzungen und eine Ruhestörung. Von zwei betrunken aufgegriffenen Besuchern habe einer einen Platzverweis erhalten. Zwei Jugendliche hätten im Rausch den Eltern übergeben werden müssen. Die tauchen auch in der Rot-Kreuz-Statistik auf. Laut DRK gab es aber insgesamt nur fünf Einsätze wegen übermäßigen Trinkens. Ein Festkonzept sei anders zu bewerkstelligen als eines für Bereiche wie das Umfeld der Drehscheibe, wo sich Trinkgelage etabliert hätten, sagt Saur. Deshalb der Verwaltungsvorstoß für eine Erklärung der Stadt, die Druck auf die Landespolitik machen soll. Die Forderung: Eine Rechtsgrundlage für zeitlich begrenzte Verbote von Alkoholkonsum und das Mitbringen von Alkoholika an bestimmten öffentlichen Plätzen. Denn bislang fehlt den Kommunen dafür eine Handhabe. hei