nach oben
05.01.2010

Mühlacker nicht zu hart von Arbeitslosigkeit betroffen

MÜHLACKER. Es gibt schlechte Nachrichten, die in der Kombination mit anderen plötzlich gar nicht mehr so schrecklich klingen. Dass sich die Arbeitslosenquote im Bereich der Mühlacker Agentur für Arbeit im vergangenen Dezember um 0,1 Prozentpunkte auf 4,9 % erhöht hat, klingt schlecht. Ein Vergleich mit der Stadt Pforzheim aber zeigt: Es ist andernorts viel schlimmer.

Die Geschäftsstelle Mühlacker der Agentur für Arbeit - dazu zählt auch der östliche Enzkreis - wies zum Dezember-Stichtag mit 1606 Arbeitslosen 24 Personen mehr aus als noch im November 2009. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte, sie liegt hier bei 4,9 %. Zum Vergleich: Die Stadt Pforzheim bildet mit einer Arbeitslosenquote von 9,7 % das Schlusslicht in Baden-Württemberg.

Im gesamten Enzkreis wurden dagegen im Dezember 2009 nur 4516 Arbeitslose gezählt. Im Enzkreis stieg die Arbeitslosenquote nur um 0,1 Prozentpunkte auf 4,4 %. Dort beziehen nur 39,7 % der Arbeitslosen das Arbeitslosengeld II, während es in Pforzheim 60,7 % sind. Das belastet den Haushalt der Goldstadt mit einer extra Portion Sozialausgaben.

Positives gibt es von der Jobbörse in Mühlacker zu berichten. Die Kräftenachfrage zog im östlichen Enzkreis leicht an. Aktuell sind noch 187 Stellen frei, knapp 150 zur sofortigen Besetzung. Viele Stellen betreffen Arbeitsplätze im Schichtdienst.