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Tatjana und Philip Kromer, Andrea Fürst, Elvira Striegel Werner Hofmeister, Natalie Riedl, Martin Rudolf, Thomas Köberle, Martin Hasselmann, Ulrike Fuchs und Bürgermeister Winfried Abicht (von links) freuen sich über das neue Gelände der Initiative „Mühlacker summt“ neben dem Friedhof am Ortseingang von Lomersheim, wo ein rund 600 Quadratmeter großes Areal für Insekten und Reptilien entsteht. Foto: Prokoph
Tatjana und Philip Kromer, Andrea Fürst, Elvira Striegel Werner Hofmeister, Natalie Riedl, Martin Rudolf, Thomas Köberle, Martin Hasselmann, Ulrike Fuchs und Bürgermeister Winfried Abicht (von links) freuen sich über das neue Gelände der Initiative „Mühlacker summt“ neben dem Friedhof am Ortseingang von Lomersheim, wo ein rund 600 Quadratmeter großes Areal für Insekten und Reptilien entsteht. Foto: Prokoph
05.05.2019

Mühlacker summt - Neue Initiative für Stadtökologie und Artenvielfalt

Mühlacker. Neben dem Friedhof Sankt Peter in Mühlacker entsteht derzeit in Richtung Lomersheim am Klotzberg ein neuer Lebensraum für Insekten und Amphibien. Das Projekt hat die Initiative, „Mühlacker summt“, Ende vergangener Woche mit Bürgermeister Winfried Abicht nun mit einem symbolischen Spatenstich offiziell gestartet.

„Unser neues Projekt ist ein schönes Beispiel, wie aus einer Idee von Wenigen etwas auf den Weg gebracht wird“, sagte dabei Dr. Martin Hasselmann, Professor an der Universität Hohenheim, als Sprecher der Initiative „Mühlacker summt“, die sich für die Stadtökologie und die Artenvielfalt in Mühlacker einsetzt. Vorgesehen ist auf dem verwilderten knapp 1500 Quadratmetern großen Gelände etwa 600 Quadratmeter für wildlebende Insekten und Eidechsen zu schaffen. Eine Mauer hat Gärtnermeister Martin Rudolf auf dem Gelände bereits errichtet. „Viele wissen gar nicht, dass etwa 75 Prozent der Wildbienenarten im Boden leben“, erläuterte Hasselmann bei dem Termin vor Ort. Denn die Wildbienen bevorzugten einen nährstoffarmen Lebensraum, den gedüngte, landwirtschaftlich genutzte Flächen nicht böten, führte er aus. Die Folge sei, dass auch die Vögel immer weniger Nahrung fänden. Und wenn durch weniger Insekten die Pflanzen nicht mehr ausreichend bestäubt würden, ergebe die Ernte am Ende weniger Ertrag.

Damit wäre dann auch der Mensch betroffen. Ein weiteres Projekt der Initiative liegt in den Enzgärten. „Das ist ein tolles Engagement“, sagte Bürgermeister Winfried Abicht. Ursprünglich sei die Fläche zur Erweiterung des Friedhofes vorgesehen gewesen. Das würde aber durch die steigende Anzahl von Urnenbestattungen hinfällig. Die Stadt unterstützt das Projekt mit 13 000 Euro. Die Restsumme von 6000 Euro müsse die Initiative nun selbst auftreiben, erklärten Elvira Striegel und Werner Hofmeister von der Initiative. Dafür würden sie Spenden sammeln. Auf Tafeln soll man später dann Wissenswertes zum Thema nachlesen können.ative „Mühlacker summt“ neben dem Friedhof am Ortseingang von Lomersheim, wo ein rund 600 Quadratmeter großes Areal für Insekten und Reptilien entsteht.