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Die Schlossberghalle in Wehingen könnte als Vorbild für die geplante neue Stadthalle in Mühlacker dienen. Doch momentan fehlt das Geld. Foto: Gemeinde Wehingen
Die Schlossberghalle in Wehingen könnte als Vorbild für die geplante neue Stadthalle in Mühlacker dienen. Doch momentan fehlt das Geld. Foto: Gemeinde Wehingen
Die Sanierung der Mörike-Realschule im Lindach steht auf der Agenda ganz oben. Fotos: PZ-Archiv
Die Sanierung der Mörike-Realschule im Lindach steht auf der Agenda ganz oben. Fotos: PZ-Archiv
An der Zukunft der Ziegelei hängen viele andere Planungen in Mühlacker. Noch liegt das Areal brach.
An der Zukunft der Ziegelei hängen viele andere Planungen in Mühlacker. Noch liegt das Areal brach.
15.05.2019

Mühlackers Großprojekte und über allem die Frage: Wer soll das bezahlen?

Mühlacker hat viel vor – gleichzeitig aber nur überschaubare Mittel. Nun steht über allem die Frage: Welche Großprojekte kann die Stadt angehen?

Uneingeschränkt zu beneiden sind sie nicht, die Damen und Herren, die nach der Kommunalwahl Ende Mai als Stadträte die Geschicke Mühlackers bestimmen werden. Zu groß ist die Aufgabenflut, die das Gremium erwartet. Zu ungewiss ist die Zukunft wichtiger Großprojekte. Und auch der neu zusammengesetzte Gemeinderat wird sich in erster Linie mit der Frage beschäftigen müssen: Woher soll das Geld kommen, um all die drängenden Probleme zu beheben?

Aus Mitteln der Gewerbesteuer eher nicht – das steht nach der jüngsten Sitzung am Dienstag mehr denn je fest. Zwar lehnte eine große Mehrheit den Antrag der LMU ab, in den kommenden zehn Jahren komplett auf die Ausweisung neuer Gewerbeflächen zu verzichten. Doch die wieder einmal ausufernde Debatte zeigte vor allem eines: Wahrscheinlich ist es nicht, dass sich das Gremium auf neue Standorte einigt. „Wir schaffen es doch nicht einmal, 1,8 Hektar auszuweisen“, sagte FDP-Sprecher Jens Hanf in Zusammenhang mit der Ablehnung des östlichen Teils der „Welschen Wiesen“ als Gewerbegebiet. „Wie soll es dann gelingen, andere, womöglich größere Areale anzugehen“, sagte Hanf und warf somit auch indirekt die Frage auf, wie Mühlacker die vielen anstehenden Projekte eigentlich finanzieren will. Genau darauf eine Antwort zu finden wird eine der drängendsten Aufgaben sein, die der frischgewählte Gemeinderat angehen muss. Denn auch Oberbürgermeister Frank Schneider machte im Verlaufe der Sitzung deutlich, dass „wir erst einmal das Geld benötigen, um Dinge angehen zu können“. Ob die Finanzmittel allerdings tatsächlich aus weiteren Gewerbeflächen resultieren oder ob die Stadt andere Quellen erschließen muss – hierüber herrscht derzeit Uneinigkeit.

Mehr lesen Sie am 16. Mai in der „Pforzheimer Zeitung - Region Mühlacker“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.