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Auf dem Ziegelei-Areal soll in den kommenden Jahren ein neues Stadtviertel entstehen. Foto: PZ-Archiv
Auf dem Ziegelei-Areal soll in den kommenden Jahren ein neues Stadtviertel entstehen. Foto: PZ-Archiv
05.12.2018

Mühlackers Zukunft hängt an der Ziegelei: Ohne die Entwicklung des Areals sieht es düster aus

Mühlacker. Die Zeit drängt – und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Denn an der Zukunft des Ziegelei-Areals hängt in Mühlacker mittlerweile nicht mehr nur die Finanzierung für die neue Stadthalle, sondern auch jene des Haushalts.

In dem Zahlenwerk für 2019 hat die Verwaltung nämlich bereits fünf Millionen Euro eingeplant, die aus dem Erlös der Flächen nördlich des Bahnhofs resultieren. Eine Veräußerung des Gebiets an Investoren wird daher bereits für Anfang kommenden Jahres anvisiert, um das Geld auch wirklich zur Verfügung zu haben.

Der Verwaltung ist die Dringlichkeit somit bewusst – sie hat sie ein Stück weit schließlich selbst geschaffen. Doch auch der Gemeinderat macht inzwischen unverhohlen Druck: Die CDU-Fraktion hat in einem Antrag mehrere Schritte gefordert, um einen Verkauf voranzutreiben – eventuell auch dadurch, einen Teil der Fläche abzukoppeln, um diesen für gewerbliche Nutzung bereits vorab vermarkten zu können.

Zwar einigte man sich nach Wortmeldungen von OB Frank Schneider sowie FDP-Sprecher Jens Hanf darauf, dies vorerst nur im Hinterkopf zu behalten, um den Verhandlungsspielraum nicht einzuschränken – aber das Signal, Gas zu geben, kam an. „Es ist uns wichtig, dass sich etwas tut“, sagten auch Rolf Leo (Freie Wähler) und Jürgen Metzger (SPD). Klemens Köberle (LMU) plädierte dennoch dafür, „nichts übers Knie zu brechen“. Ein derartiges Großprojekt sei eben „nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen.“ Tatsächlich wartet man derzeit im Rathaus noch auf ein Wertgutachten, das den Preis des Ziegelei-Areals beziffern soll. Erst wenn dieses vorliege, könne man in konkrete Verhandlungen einsteigen.

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