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Die Explosion eines Böllers hatte am Montag für einen Großeinsatz von Rettungskräften und Polizei gesorgt. Foto: Warmke
Sanitäter behandelten die verletzten Schüler. Foto: Warmke
08.01.2019

Nach Böller-Unfall: Schüler hat vermutlich bleibende Schäden

Mühlacker. Am Tag nach der Böllerexplosion an der Mörike-Realschule in Mühlacker versuchen die Verantwortlichen, wieder einigermaßen Normalität herzustellen. Wie berichtet, hatte ein 15-Jähriger am Montagvormittag versucht, einen Silvesterkracher aus einem Klassenzimmerfenster zu werfen – doch der Böller war in seiner Hand explodiert und hatte nicht nur den Jugendlichen, sondern auch 14 Mitschüler verletzt.

Die PZ erklärt im Folgenden den aktuellen Sachstand und versucht Antworten auf die wichtigsten Fragen zu liefern.

Wie geht es dem schwerverletzten Schüler?

Laut Polizeisprecher Ralf Minet wurde der 15-Jährige am Montag in einer Stuttgarter Spezialklinik operiert. Durch die starke Detonation wird er allerdings wohl bleibende Schäden an der rechten Hand zurückbehalten.

Wie geht es den Mitschülern?

Nicht nur der Böllerwerfer wurde am Montag verletzt – auch umstehende Schüler erlitten Knalltraumata sowie mindestens in einem Fall Augenverletzungen. Am Dienstag war dementsprechend nur ein Teil der betroffenen neunten Klasse anwesend. Die gekommenen Schüler wurden psychologisch betreut.

Wie reagiert die Schule?

Konrektorin Andrea Maisel erläutert gegenüber der PZ, dass derzeit im Vordergrund stehe, Normalität in den Schulalltag zurückzubekommen und gleichzeitig die Ereignisse vom Montag bestmöglich aufzuarbeiten. Man unterstütze die Polizei bei den Ermittlungen hinsichtlich der Hintergründe der Explosion und versuche, den Schülern beizustehen. „Aus diesem Grund haben wir die schulpsychologische Beratungsstelle um Unterstützung gebeten“, erklärt Maisel. Gespräche mit Schülern, die die Explosion miterlebten, hätten gezeigt, dass dies notwendig sei. Maisel betont jedoch, dass der Unterricht für den Großteil der Schule ganz normal weiterlaufe. Viele Schüler hätten den Vorfall nicht oder zumindest nicht unmittelbar mitbekommen. Daher sei auch eine Evakuierung des Gebäudes nicht notwendig gewesen.

Welche Konsequenzen hat der Vorfall für den Schüler?

Über seinen Verbleib an der Mörike-Realschule werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, erklärt Konrektorin Maisel. Im Vordergrund stehe derzeit, dass man ihm für seine Genesung alles Gute wünsche. Wie berichtet, wird der 15-Jährige allerdings mit mehreren Anzeigen – unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung sowie Verstoßes gegen das Sprengstoff-Gesetz – seitens der Polizei rechnen müssen.

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