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Der 24-jährige Angeklagte, dem unter anderem zweifache Brandstiftung und Mord zur Last gelegt wird, verdeckt sein Gesicht. Rechts neben ihm sitzt sein Pforzheimer Verteidiger Bastian Meyer, links stehen zwei Karlsruher Justizbeamte. Foto: Hepfer

Nach Brand in Oberderdinger Seniorenheim: Schwierige Suche nach Beweisen im Mordprozess

Karlsruhe/Oberderdingen. Im Falle der tödlichen Brandstiftung in einem Seniorenheim in Oberderdingen am 31. Mai vergangenen Jahres, ist die Verhandlung am Montag vor dem Karlsruher Landgericht fortgesetzt worden. Dabei gestaltete sich die Wahrheitssuche weiterhin als zäh.

Polizeibeamte berichteten, dass sich Zeugenbefragungen der Bewohner des Seniorenheims aufgrund der vermehrten Demenz als nutzlos erwiesen haben.

Sichergestellt wurde laut einer Chemikerin des LKA ein Brandspurenbild am Tatort, das eine Entzündung der Matratze mit Hilfe von Brandbeschleuniger am Fußende ergeben hat. Erneut erhärtet wurde der Tatverdacht gegen den 24-jährigen Angeklagten durch sein auffälliges Verhalten nach den Scheunenbränden und dem Brand im Seniorenheim. Nur einen Tag vor dem Brand im Altersheim soll der Angeklagte gegenüber einem Zeugen erwähnt haben, dass er in einem Ernstfall gerne das Leben eines Menschen retten wollte. Aus einer Telefonüberwachung legte ein Kommissar zudem offen, dass der Angeklagte mehrere Leute gezielt auf das Brandgeschehen im Heim angesprochen habe.

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Die Verhandlung wird am Mittwoch, 30. Januar, fortgesetzt.