nach oben
05.12.2017

Nach Totschlag an beiden Kindern: Vater soll in Psychiatrie

Heilbronn/Vaihingen. Der wegen Totschlags an seinen zwei kleinen Söhnen angeklagte Mann ist nach Ansicht eines psychiatrischen Gutachters im Tatzeitraum als nur vermindert schuldfähig einzustufen. Eine Unterbringung in einer Psychiatrie sei „unbedingt erforderlich“, sagte Kristian-Olav Rosenau am Dienstag vor Gericht. Er gehe davon aus, dass der Angeklagte, der sich damals in einer schweren depressiven Episode mit psychotischen Symptomen befunden habe und bei dem Wiederholungsgefahr bestehe, jahrelang untergebracht werden müsse. Auch nach einer möglichen Entlassung sei eine weitere lebenslange Behandlung denkbar.

Der Gutachter hatte den Mann, der laut Anklage seine vier- und fünfjährigen Söhne in seinem Haus in Aurich getötet haben soll, nach der Tat untersucht, ebenso während des Prozesses, um die Verhandlungsfähigkeit zu prüfen. Wie schon ein Sachverständiger am Montag, so verneinte auch Rosenau einen entscheidenden Einfluss der Medikamente auf die Tat. Wie berichtet, hatte der Angeklagte eine Überdosis eines kurz zuvor verschriebenen Anti-Depressivums intus.

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der Mühlacker-Ausgabe der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.