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Polizeistreife in der Bahnhofstraße in Mühlacker: Die Beamten sind dort seit dem jüngsten Raubüberfall verstärkt unterwegs.
Auf Streife © Lutz
06.05.2011

Nach Überfällen in Mühlacker: verstärkt Streifen unterwegs

MÜHLACKER. Nach den beiden schweren Raubüberfällen in der Stadtmitte Mühlacker zeigt die Polizei Präsenz und geht auf die Bürger zu. Zum Kiosküberfall gibt es eine neue Spur, die in den Kreis Ludwigsburg führt.

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Wer an den Tagen nach dem brutalen Überfall auf einen Bankkunden die Bahnhofstraße im Zentrum Mühlackers entlang ging, der traf regelmäßig auf Polizisten in Uniform. Streifenwagen parkten am Straßenrand: In der Karlstraße zum Beispiel, wo die Täter am Dienstag zugeschlagen hatten, und auch im Bereich des Bahnhofs, wo an Ostermontag der Kiosk ausgeraubt worden war. Die Beamten patrouillierten zu Fuß. Sie suchten das Gespräch mit den Passanten.

Gesprächsbedarf war bei den Bürgern vorhanden. Auch wenn die Streifenbeamten von einer eher normalen als verängstigten Atmosphäre berichten. Die verstärkte Präsenz, so formuliert es Polizeisprecher Wolfgang Schick, sollte jeglichem Unsicherheitsgefühl gleich entgegenwirken. Zwar sehen die Ermittler beide Taten als Einzelfälle, die nicht miteinander in Zusammenhang stünden, aber die schnelle Abfolge habe die Menschen bewegt. Die Streifen verfolgen aber auch einen Fahndungszweck. Man wolle sondieren, ob Bürger im Zusammenhang mit den Raubüberfällen etwas beobachtet hätten, was der Polizei hilft.

Denn die Suche nach den Räubern geht weiter. Sowohl die nach den beiden Männern, die den Bankkunden am Dienstag abgepasst, geschlagen und beraubt hatten, als auch die Suche nach dem Mann, der mit einer Pistole bewaffnet an Ostermontag den Bahnhofskioskbetreiber zur Herausgabe der Kasseneinnahmen gezwungen und sein Opfer dann in einem Nebenraum gefesselt hatte.

In Fall des Kiosks verfolgt die Polizei mittlerweile eine neue Spur: Teile des Raubguts aus dem Überfall vom Ostermontag seien auf einer frei zugänglichen Wiese in einem Gewerbegebiet in Remseck im Kreis Ludwigsburg aufgetaucht, wurde gestern gemeldet. Ein Spaziergänger habe dort mehrere leere Geldmappen gefunden, die zweifelsfrei der Straftat in Mühlacker zugeordnet werden könnten. Für die Kriminalpolizei Mühlacker ergeben sich aus dem Fund weitere Ansätze. Insbesondere hoffen die Ermittler, dass der Täter an den aufgefundenen Gegenständen Spuren hinterlassen hat, die zu seiner Identifizierung führen. Die Auswertung läuft noch.

Die Fahndung laufe nun auch in enger Abstimmung mit der Polizeidirektion Ludwigsburg, so Wolfgang Schick. Es sei noch nicht klar, ob der Täter sich der Dinge auf der Flucht entledigt habe oder ob sich aus dem Fundort ein Hinweis auf seinen Aufenthaltsbereich ergebe. Überprüft werde auch, ob es ähnliche Überfälle wie in Mühlacker auch im Nachbarkreis gegeben hat.