nach oben
Markus Marcinkowski vom Autozentrum Dobler in Mühlacker beim Einbau eines Partikelfilters.
Einbau Dieselpartikelfilter © Lutz
27.10.2010

Nachrüsten von Diesel-Partikelfiltern bald kein Thema mehr

MÜHLACKER/MAULBRONN. Das große Nachrüsten von Diesel-Partikelfiltern hat bald ein Ende. Nur noch bis zum 31. Dezember kann das staatliche Förderprogramm in Anspruch genommen werden, welches einem einen Preisnachlass von 330 Euro einbringt. „Die Nachfrage hat in den letzten Monaten sehr stark nachgelassen“, sagt Gerrit Klein, Service-Berater beim Autozentrum Dobler in Mühlacker.

Für viele lohne sich der teure Einbau schlicht und ergreifend nicht oder nicht mehr: „Ein Filter kostet zwischen 700 und 1200 Euro. Da fallen dann auch die 330 Euro vom Staat nicht mehr allzu sehr ins Gewicht. Viele Kunden wägen dann einfach ab, wie lange sie ihr Fahrzeug überhaupt noch benutzen wollen und ob sie überhaupt in die größeren Städte fahren.“

Einen anderen Aspekt führt Erich Leibbrand ins Feld: Der Kfz-Meister aus Enzberg betont, dass viele Kunden zwar grundsätzlich gewillt wären, ihr Auto umrüsten zu lassen, dies aber oftmals an einfachen Gründen scheitere. „Für viele Modelle gibt es überhaupt keinen passenden Partikelfilter“, erklärt Leibbrand. Zwar könne er dann einen Filter einbauen und für die Umwelt wäre dies auch durchaus nützlich. Eine „Grüne Plakette“ bekämen die Kunden in diesem Fall jedoch nicht ausgehändigt, da es für diese Filter keine Allgemeine Betriebserlaubnis gebe. „Da hat in meinen Augen der Gesetzgeber einen Fehler gemacht“, sagt Leibbrand. „Oftmals werden in unterschiedlichen Modellen nämlich ein und dieselben Motoren verbaut, einen Filter gibt es aber nur für eines der beiden Modelle.“ max