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Das Publikum bei der +/- 30-Faschingsparty des Musikvereins Enzberg lässt es auf der Tanzfläche ordentlich krachen. Foto: Fotomoment
Das Publikum bei der +/- 30-Faschingsparty des Musikvereins Enzberg lässt es auf der Tanzfläche ordentlich krachen. Foto: Fotomoment
Ausgefallen kostümierte Narren in der Lomersheimer Festhalle. Foto: Fotomoment
Ausgefallen kostümierte Narren in der Lomersheimer Festhalle. Foto: Fotomoment
Enzberger Kinderfasching mit Initiatorin Conny Speer (Dritte von links). Foto: Hepfer
Enzberger Kinderfasching mit Initiatorin Conny Speer (Dritte von links). Foto: Hepfer
27.02.2017

Narren feiern zu Hunderten in Lomersheim und Enzberg

Mühlacker-Enzberg/Lomersheim. Das Turnkraftwerk Mühlacker und der Musikverein Enzberg zogen mit ihren Faschingsfeiern am Samstagabend und Sonntagnachmittag jeweils über 400 Narren und Faschingskinder an. Angesagt war viel Musik, gute Laune und das ältere Publikum feierte mitunter bis in die späte Nacht. „Es wird 5 Uhr bis ich heimkomme“. Genau wusste das Mario aus Mühlacker am Samstag gegen 22 Uhr auch noch nicht. Mal war er in der Lomersheimer Turn- und Festhalle und dann wieder in ihrem Eingangsbereich zu finden. Überall gab es Leute, mit denen er ins Gespräch kam. „Schatzi, schenk mir ein Foto“ spielte in der Halle die Partyband „Brenztal Power“. Hits, bei denen die Stimmung stieg. Petra und Manuela aus dem Enzkreis tanzten Disco-Fox. „Das machen wir immer an Fasching“, meinten sie. „Mit der Livemusik war das super.“

Als Schatten verkleidet

Marc Geiger hatte sich in Lomersheim als Schatten verkleidet. Ganz verhüllt von schwarzem Stoff war für ihn die Frage, ob er als Schatten von sich selbst gehen soll. Aber „der Schatten seiner selbst zu sein, das könnte spätestens nach der Faschingsfeier am Sonntag der Fall sein“, meinte er.

Eine ausladend groß wirkende Bar in der Mitte der Enzberger Turn- und Festhalle, eine lockere Sitzecke, das waren Bestandteile der „+/-30-Faschingsfeier“ des Musikvereins Enzberg am Samstagabend. Die „VIP’S“ aus Stuttgart machten dort die Livemusik, ebenso wie DJ Robin Leutner aus Ditzingen. „Siebeneinhalb Stunden Stimmung, das ist einzigartig“, meinte Gerald Glöckner vom MV Enzberg. Trotz der vielen Arbeit am Getränkeausschank war er vom Ablauf fasziniert. Verkleidet als „American Police“ bedienten er und seine Helfer die Besucher.

Darunter waren auch einige Fußballer vom TSV Ötisheim. Ihr Training für den Start in die Rückrunde lockerten sie mit dem Besuch in Enzberg auf. „Wir bleiben so bis gegen 4 Uhr“, meinte Marko Keller. Das Training komme dadurch nicht zu kurz und dem Zusammenhalt des Teams tue der Fasching ohnehin gut. Vorsorglich wollten sich die Kicker aber später ein Taxi bestellen.

Beim gestrigen Familienfasching in der Enzberger Turn- und Festhalle war das freilich nicht nötig – hier wurden die Kinder von ihren Eltern gefahren, so dass die Halle mit rund 400 Gästen gut gefüllt war. Besonders spannend für die Kinder und Jugendlichen war das von Conny Speer (Musikverein Enzberg) organisierte Spiele-Programm, inklusive Bobby-Car-Rennen, Bonbonregen und dem spaßigen Stühlerücken „heiße Kartoffel“. „Die Kinder, aber auch die Eltern haben bei allem prima mitgemacht“, lobte Conny Speer. Unterhalten wurden die Kleinen zudem von Stimmungskanone „Harald“ am Keyboard, der neben der Musik von „Wickie und die wilden Männer“ auch Neue-Deutsche- Welle-Klassiker aus den 1980er-Jahren im Repertoire hatte.

Den Höhepunkt des Enzberger Familienfaschings bildete aber einmal mehr die Kostümprämierung, bei der vom Funkenmariechen, über Polizisten, Feenprinzessinnen bis hin zu verschiedenen Bären- oder Clownkostümen alles vertreten war. „Wir sind sowohl mit der Resonanz bei der Samstagsparty als auch mit dem Familienfasching sehr zufrieden“, betonte Cheforganisator Gerald Glöckner vom Musikverein Enzberg. Vor allem die Bar-Oase im Zentrum der Halle habe großen Anklang gefunden. „Wir wollten unserem Publikum einen Augen- und Ohrenschmaus bieten – ich denke, das hat geklappt“, freute sich Glöckner und fügte hinzu: „Auf den unzähligen Fotos, die ich geschossen habe, sind nur strahlende Gesichter zu sehen.“