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Für Lizandra Ströhle und Sheltie-Hündin „Lou“ war Saragossa eine Reise wert. Köster
Für Lizandra Ströhle und Sheltie-Hündin „Lou“ war Saragossa eine Reise wert. Köster
05.10.2016

Nebenbei Team-Weltmeisterin:- Hauptamtamtsleiterin von Ötisheim ist im Hundesport erfolgreich

Den Kontrast zum Bürojob bildet bei Lizandra Ströhle die Beschäftigung mit Hündin „Lou“. Die beide sind ein beeindruckendes Gespann, schließlich ist die Ötisheimer Hauptamtsleiterin von der WM in Saragossa als Team-Weltmeisterin zurückgekehrt.

Sie setzte sich zusammen mit Bozena Plaßmann und „Cap“, Barbara Lodde und „Souki“ sowie mit Tobias Wüst und „Peanut“ in der Kategorie Small durch, also in der Klasse der kleinen Hunde. Nach Jumping und Agility hatten die Deutschen mit der Gesamtzeit von 210,75 Sekunden einen gehörigen Vorsprung auf den Zweiten Estland (216,58). Den Bronzerang belegte Frankreich (218,06).

Wüst holte auch noch den Agility-Einzeltitel seiner Klasse. Bei den Titelkämpfen handelte es sich um eine Veranstaltung der Fédération Cynologique Internationale. Dieser Organisation FCI ist Lizandra Ströhle zufolge im Hundesport der internationale Verband schlechthin.

Gala in Schwarz-Rot-Gold

Generell verliefen die Weltmeisterschaften für die Deutschen erfolgreich, wie Lizandra Ströhle herausstrich: Auch Anne Lenz (Klasse Large) wurde Weltmeisterin, ebenso landete das deutsche Medium-Team auf Platz eins.

Lizandra Ströhle selbst schaffte im Jumping Position acht und Rang 14 in der Agility. Als Gesamt-Neunte hatten sie und ihr Sheltie also gehörigen Anteil am Titelgewinn ihres Teams. Im Einzel musste die aus Niefern stammende Ströhle jedoch zusehen. Nur drei Gespanne pro Land sind startberechtigt und sie hatte eben die Qualifikation nicht geschafft. „Auf jeden Fall bin ich zufrieden“, sagte die erfolgreiche Hundesportlerin nach ihrer Rückkehr ins Ötisheimer Rathaus, wo ihr einige Kollegen gratulierten.

Lobende Erwähnung

Zuvor war sie bei der großen Sportlerehrung, zu der Bürgermeister Werner Henle eingeladen hatte, zwar nicht präsent gewesen, aber erwähnt worden. Beim Empfang für Nina Reichenbach (Weltmeisterin im Fahrradtrial), von Surferin Marie Therese Ott (deutsche Longboard-Vizemeisterin) und der Jugendteams von Indiaca Ötisheim, die beim World Cup Platz zwei belegt hatten, nutzte Henle die Gelegenheit, auf den WM-Coup seiner jungen Mitarbeiterin hinzuweisen.

Ohnehin würdigt der Bürgermeister immer wieder gerne Ötisheimer Erfolge im Sport. So kannte er Anna Miggou schon von Ehrungen her, ehe das Karate-Ass im Rathaus ihrer Heimatgemeinde eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten absolvierte.

Ehrung am Arbeitsplatz?

Eine interessante Frage ist, ob es für Lizandra Ströhle an dem Ort, an dem sie ihren Alltag verbringt, einen Festtag gibt. Eine Team-Weltmeisterin ist mit Sicherheit eine Kandidatin für einen Empfang, allerdings lebt Ötisheims Hauptamtsleiterin wie Corinna Huber, deren Nachfolge sie im Februar antrat, in Pforzheim. Lizandra Ströhles sportliche Heimat ist der Senderstädter Canis Club, bei dem sie auch Trainerin ist. Kurios jedoch, dass sie fürs Hundesportzentrum Bielefeld startet. „Bielefeld steht offiziell nur auf meiner Leistungskarte. Verbunden fühle ich mich mit meinem Mühlacker Verein“, sagt Lizandra Ströhle.