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Unter der Leitung von Verena Hirsch zeigte der Kinderchor der neuapostolischen Kirchengemeinde Maulbronn sein Können.
Unter der Leitung von Verena Hirsch zeigte der Kinderchor der neuapostolischen Kirchengemeinde Maulbronn sein Können.
Über 100 Besucher wohnten dem Festakt bei.
Über 100 Besucher wohnten dem Festakt bei.
Knittlingens Pfarrer Hans Veit (rechts) mit Hartmut Schöpp.
Knittlingens Pfarrer Hans Veit (rechts) mit Hartmut Schöpp.
24.09.2017

Neuapostolische Kirche in Maulbronn mit Festakt eingeweiht

Im August hat bereits die Weihe der neu gebauten neuapostolischen Kirche in der Frankfurter Straße in Maulbronn stattgefunden. Dabei waren in einem Gottesdienst auch die bisherigen neuapostolischen Kirchengemeinden Knittlingen und Maulbronn-Zaisersweiher zur neuen Gemeinde Maulbronn zusammengeführt worden (PZ berichtete). „Unser Baby ist erwachsen geworden und muss nun mit Leben erfüllt werden“, sagte der Leiter der neuapostolischen Kirchengemeinde (NAK) Maulbronn, Hartmut Schöpp, beim Festakt zum Kirchenbau am Freitagabend. Er führte durch das Programm. Musikalisch umrahmten das Orchester der NAK unter der Leitung von Monika Bauer und Heike Wenz sowie der Kinderchor der neuapostolischen Kirche den Festakt mit über 100 Besuchern.

„Frieden, Liebe, Freude“

„Hier wird Frieden, Liebe und Freude gepredigt“, sagte Schöpp. Der Leiter des Apostelbereichs Karlsruhe, Herbert Bansbach, erläuterte in seiner Ansprache, dass das Kreuz eine „verbindende Funktion“ zwischen allen Christen und Konfessionen habe. Und: „Der Nächste muss nicht so werden, wie Du, damit Gott ihn so liebt wie Dich“, machte er seinen Glaubensinhalt deutlich.

„Es ist schön, wenn Menschen heute mit ihrem Glauben einen Fixpunkt haben und wissen, woher sie kommen und wohin sie gehen“, lobte Maulbronns Bürgermeister Andreas Felchle den neuen Kirchenbau der NAK. Denn es sei heutzutage nicht selbstverständlich, dass neue Kirchen gebaut würden, so Felchle. Das sah auch Maulbronns evangelischer Pfarrer Ernst-Dietrich Egerer so. „Ich bewundere Ihren Mut, Sie haben es gewagt, etwas Neues zu bauen“, sagte Egerer. Christus sei die Hauptfigur, auf der die Kirche erbaut sei. Das führte der katholische Pater Tadeusz Mazur aus Maulbronn aus und wünschte, dass sich alle in der neuen Kirche auch geborgen fühlen könnten. „Ich gehöre zu den traurigen Hinterbliebenen“, sagte Knittlingens evangelischer Pfarrer Hans Veit humorvoll. Denn mittlerweile sei das ehemalige Kirchengebäude der NAK in Knittlingen leer geräumt und stehe zum Verkauf an, so Veit. Und: „Der Umzug tut weh, weil uns eine gute und liebe Freundschaft verbindet“, sagte Veit an die Adresse von Hartmut Schöpp. Und Schöpp bestätigte das und berichtete, dass die NAK einst im Knittlinger Pfarrhaus und der Kirche Asyl gefunden hatte, als es ins Dach des alten Kirchengebäudes geregnet hatte.

Von der Maulbronner Moschee überbrachte Yonuz Altintas die besten Grüße und hoffte auf eine gute Nachbarschaft. Architekt Martin Dürr stellte das neue Kirchengebäude vor. Helle Materialien und vor allem viel Licht von oben seien dabei die Maxime gewesen. „Man soll sich fühlen, wie in einer Wolke behütet“, unterstrich Dürr.

Zu guter Letzt stellte die Orgelsachverständige der NAK Süddeutschland, Valerie Schnitzer, überdies noch die neue Kirchenorgel mit insgesamt 872 Pfeifen von der Waldkircher Orgelmanufaktur vor.