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Um die 100 Besucher kamen am Sonntag zur Ausstellung von Willi Gilli in den neuen Anbau der Oberderdinger Galerie Aschingerhaus. Foto: Prokoph
Um die 100 Besucher kamen am Sonntag zur Ausstellung von Willi Gilli in den neuen Anbau der Oberderdinger Galerie Aschingerhaus. Foto: Prokoph
Künstler Willi Gilli (links) und Bürgermeister Thomas Nowitzki bei der Ausstellung im Anbau der Galerie Aschingerhaus.  Foto: Prokoph
Künstler Willi Gilli (links) und Bürgermeister Thomas Nowitzki bei der Ausstellung im Anbau der Galerie Aschingerhaus. Foto: Prokoph
05.12.2016

Neue Heimat für die Kunst in Oberderdingen

Oberderdingen ist dafür bekannt, dass es alte Gebäude architektonisch in neue und ansprechende Räume umwandeln kann. Denn das war schon bei der örtlichen Galerie Aschingerhaus im Geburtshaus des Ehrenbürgers August Aschinger erfolgt. Am Sonntag ist nun auch der Erweiterungsbau der Galerie eröffnet worden – mit einer Ausstellung des Brettener Künstlers Willi Gilli.

Die Skulpturen des Künstlers stehen nun in der alten Galerie und seine Bilder schmücken den neuen Anbau. Rund 100 Interessierte drängten sich am Sonntagmorgen dicht an dicht bei der Ausstellungseröffnung, die von Margarete, Regina und Stephan Weinkötz musikalisch umrahmt wurde. Die Einführung in die Werke oblag Adolf Kerkhoff aus Bottrop.

„Es ist für uns alle die Premiere für das erweiterte Aschingerhaus, besser die Galerie im Aschingerhaus“, sagte Bürgermeister Thomas Nowitzki in seiner Begrüßung. Am Sonntag sei zwar noch nicht die offizielle Einweihung des Projektes Aschingerhaus. Denn es gebe außerhalb des Altbaus noch viel zu tun, so Nowitzki. Er hoffte aber, dass die Galerie Oberderdingen die Chance gebe, den Ruf als Gemeinde mit Sinn für Kunst und Kultur auszubauen. Denn: „In Zukunft sind solche weichen Standortfaktoren für das Image einer Gemeinde noch wichtiger“, sagte Nowitzki. Geplant sei die Erweiterung eigentlich nicht gewesen.

Nach einem Brand in 2012 habe die Gemeinde das Grundstück mit der denkmalgeschützten Scheune erworben, in der nun die Erweiterungsfläche der Galerie ist. Mit Architekt Günther Meerwarth zerschnitt Nowitzki dann feierlich ein rotes Band vor dem Übergang in die neue Ausstellungsfläche. An Kosten würde mit rund 408 000 Euro gerechnet. Davon gehen allerdings rund 146 000 Euro aus der Sanierungsförderung und weitere 107 000 Euro aus Ausgleichstockmitteln ab.