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Nach dem Fassanstich hatten Tobias Betz (von links), Mühlackers Oberbürgermeister Frank Schneider, Robert Straub, Ulrich Jänisch, Heinz Roller und Robert Ochsenkühn (von links) das erste Etterdorfbräu im Glas. Foto: Fotomoment
Nach dem Fassanstich hatten Tobias Betz (von links), Mühlackers Oberbürgermeister Frank Schneider, Robert Straub, Ulrich Jänisch, Heinz Roller und Robert Ochsenkühn (von links) das erste Etterdorfbräu im Glas. Foto: Fotomoment
31.03.2019

Neues „Etterdorfbräu“ auf Braufest in Lienzingen vorgestellt

Mühlacker-Lienzingen. „Ein hartes Stück Arbeit“, haben die Mitglieder des Lienzinger Bierkeller- und Kulturvereins laut des Vorsitzenden Roland Straub hinter sich. Nun ist es vollbracht: Das Lienzinger Bier – genannt „Etterdorfbräu 1882 Wildhopfenedition“ – ist am Samstag bei einem Braufest in der Lienzinger Kelter der Öffentlichkeit vorgestellt worden.

Wie die „Pforzheimer Zeitung“ bereits berichtete, steckt neben vier weiteren Hopfensorten auch der Lienzinger Wildhopfen, der von den Mitgliedern des Kulturvereins mühsam in Handarbeit aufgesammelt wurde. Dieser wächst wild am Schmiebach und Scherbentalbach in Lienzingen und ist ein Überbleibsel der Hopfenpflanzen, die bis 1923 von einer großen Lienzinger Brauerei angebaut wurden. Der Wildhopfen verleiht dem edlen Gestensaft offenbar einen ganz besonderen Geschmack. Mühlackers Oberbürgermeister Frank Schneider durfte das heimische Bier am Samstag dann als einer der ersten probieren und zeigte sich nach dem ersten Schluck positiv überrascht. Zuvor hatte er das Fass angestochen.

„Die Lienzinger Brautradition fortsetzen“, sei das Ziel, sagte Straub. Bis Ende September 2019 soll auf einem Feld zwischen Lienzingen und Mühlacker ein Hopfengarten angelegt werden.

Die Idee zum heimischen Bier kam vom Vereinsmitglied Heinz Roller. Er ist Seniorchef des Ötisheimer Getränkehandels roca, der in Kooperation mit Getränke Schütz in Lienzingen das „Etterdorfbräu“ vertreibt.

Eine ganz andere Liga

Die ersten 5.000 Liter des Etterdorfbräu wurden in der Brauerei Engel in Crailsheim gebraut. Für Braumeister Robert Ochsenkühn sei das eine große Herausforderung gewesen. Wildhopfen gibt es so in Deutschland nämlich gar nicht mehr. „Den zu verarbeiten ist eine ganz andere Liga“, sagte der Experte mit 35-jähriger Berufserfahrung. Die vorhandenen Bitterstoffe konnte er so verarbeiten, dass ein bekömmliches Bier dabei entstanden ist.