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Investiert: Knapp 212 000 Euro steckt Ötisheim in ein neues Feuerwehrfahrzeug
Feuerwehrhelm © dpa-Archiv
23.12.2010

Neues Feuerwehrauto für Ötisheimer Wehr

ÖTISHEIM. Knapp 212 000 Euro investiert Ötisheim in ein neues Feuerwehrfahrzeug – eine der großen Investitionen im Haushalt. Durch Zuschüsse fließt allerdings ein guter Teil des Geldes wieder zurück ins Gemeindesäckel.

Die Beschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs mit der Typenbezeichnung GWL 2 als Ersatz des alten TLF 16 TS hat der Gemeinderat in seiner Sitzung einstimmig beschlossen. Auf Grund einer vorausgegangenen beschränkten Ausschreibung ging der Auftrag jeweils an den günstigsten Bieter, die Lieferung des Fahrgestells an die Firma MAN für 83 635 Euro; die Lieferung des Aufbaus an die Firma Hartmann Spezialkarossen für 104 217 Euro sowie die Beladung mit technischen Geräten an die Firma Albert Ziegler zum Preis von 23 640 Euro. Insgesamt 96 000 Euro, so Gemeindekämmerer Johannes Schulz in seiner Sitzungsvorlage, fließen durch Zuschüsse von Land und Landkreis wieder in das Gemeindesäckel zurück.

Zu teuer: Keine Seilwinde
Diskussionen im Gemeinderat gab es wegen der eventuellen Beschaffung einer Seilwinde für das Fahrzeug. Die dafür aufzuwendenden rund 30 000 Euro waren dann allerdings sowohl Feuerwehrkommandant Heinz Kuhn wie auch dem Gemeinderat zu viel, zumal es dafür auch keinen Zuschuss gibt. Überdies, so Kuhn, würden die Nachbarwehren in Mühlacker und Maulbronn über Seilwinden verfügen, die dann bei Bedarf angefordert werden könnten. „Wir selbst“, so der Kommandant weiter, „haben bislang im Einsatz noch nie eine Seilwinde benötigt“. Bürgermeister Werner Henle bedankte sich bei Feuerwehrkommandant Kuhn für dessen Arbeit bei der Vorbereitung der Ausschreibung, die der Gemeinde doch einiges an Geld erspart hätte. Bei den im Zuhörerraum zahlreich anwesenden Wehrmännern bedankte sich das Ortsoberhaupt für deren auch im zurückliegenden Jahr wieder zum Wohle aller Mitbürger geleistete ehrenamtliche Arbeit.

Henle: Gute Zusammenarbeit
Die letzte Sitzung im zu Ende gehenden Jahr 2010 nahm Bürgermeister Werner Henle dann auch traditionell zum Anlass, sich bei den Damen und Herren seines Gremiums für die gute Zusammenarbeit zu bedanken. 2010 sei ein bemerkenswertes Jahr gewesen, in dem man gemeinsam zum Wohle der gesamten Bürgerschaft wieder eine ganze Menge auf den Weg bringen konnte. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen sei es der Gemeinde gelungen, die dicken Brocken Sanierungsarbeiten an der historischen Kelter und Neubau des Kinderhauses Öläcker zum guten Abschluss zu bringen. Seinen Ratsvertretern attestierte er Bodenständigkeit und den Mut, bei Bedarf auch einmal etwas zu verschieben. Sie verstünden stets, mit Maß und Ziel Wünschenswertes vom Machbaren zu unterscheiden. „Ich denke“, so Werner Henle abschließend, „es ist schon etwas besonderes, Gemeinderat von Aize zu sein.“

Im Namen des Gremiums gab Bürgermeister-Stellvertreter Uwe Oehler den Dank an den Rathauschef und die Mitarbeiter für das gute und vertrauensvolle Miteinander zurück. Für 2011 wünsche er sich von seinen Kollegen etwas weniger Formalismus. Die Aussichten seien nicht schlecht, man sollte die anziehende Konjunktur allerdings auch dazu nutzen, „hin und wieder etwas Geld auch in den Sparstrumpf zu tun“.