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Aktuelle Aspekte des Gesundheitswesens thematisierte der Landesvorsitzende des Hartmannbunds, Klaus Rinkel (Zweiter von links), beim Neujahrsempfang der CDU Mühlacker, die durch den Stadtverbandsvorsitzenden Peter Napiwotzky (links) sowie die Vorsitzenden der Stadtratsfraktion, Günter Bächle und Johannes Bächle (Junge Union, rechts), vertreten waren. Foto: Kollros
Aktuelle Aspekte des Gesundheitswesens thematisierte der Landesvorsitzende des Hartmannbunds, Klaus Rinkel (Zweiter von links), beim Neujahrsempfang der CDU Mühlacker, die durch den Stadtverbandsvorsitzenden Peter Napiwotzky (links) sowie die Vorsitzenden der Stadtratsfraktion, Günter Bächle und Johannes Bächle (Junge Union, rechts), vertreten waren. Foto: Kollros
20.01.2019

Neujahrsempfang CDU Mühlacker: Fachkräftemangel im Gesundheitswesen

Mühlacker. Die Deutschen würden „gesünder älter als früher“ – aber vor allem älter. Das sei der Ausfluss des medizinischen Fortschritts und des demografischen Wandels, sagte Klaus Rinkel.

So thematisierte der Neurologe und Landesvorsitzende der Ärzte-Lobby Hartmannbund gestern als Gastredner beim Neujahrsempfang der CDU Mühlacker den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen. Das Wort „Notstand“ nahm er aber nicht in den Mund.

Seit Jahrzehnten sei die Ärztedichte in Deutschland im Steigen begriffen – aktuell 457 Mediziner bezogen auf 100 000 Einwohner. Ansteigend sei auch die Zahl der Ärzte unter 35 Jahren. Und: Auch die Plätze für ein Medizinstudium seien gefragt. Gleichwohl sei eine Änderung der Vergabepraxis bei den Studienplätzen wünschenswert, nicht allein die Abiturnote sollte ausschlaggebend sein, sondern auch die Kompetenz, die ein Studienbewerber über Testabfragen vermittle.

Großer Bedarf an Ärzten

Künftige Ärztegenerationen hätten freilich auch andere Vorstellungen von der Ausübung ihres Berufs: Flexible Arbeitsbedingungen und geregelte Arbeitszeiten, eine angenehme Atmosphäre im Arbeitsumfeld sowie der Teamgedanke stünden neben der Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Vordergrund. In Kliniken sei der Bedarf an Ärzten ebenso nachgefragt, wie hinsichtlich niedergelassener Kollegen im ländlichen Raum. Zum Thema der Zukunft entwickle sich die Digitalisierung im Gesundheitswesen, die sowohl den ärztlichen, wie auch den Pflegebereich erfassen werde – angefangen bei der elektronischen Patientenakte über neuartige Assistenzsysteme bis hin zur Robotik im Operationssaal, blickte Rinkel in nicht allzuweite Ferne. Als konkretes Beispiel nannte er die in Japan entwickelte Robbe „Paro“, die bereits in der Seniorenpflege als Therapiemittel auch in Deutschland eingesetzt werde.Telemedizin mittels Videotelefonie ist nach Einschätzung des Hartmannbund-Vorsitzenden ebenfalls auf dem Vormarsch und sei sicher ein Instrument, um den beruflichen Alltag von Ärzten zumindest teilweise zu erleichtern. Damit freilich der Kontakt zwischen Patient und Mediziner mittels Datenleitung auch reibungslos funktioniert, habe nach Auffassung von Klaus Rinkel der Staat noch einige Hausaufgaben zu erledigen.

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