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20.10.2009

OB-Wahl: Unterstützung für Schneider, Kritik an Schütterle

MÜHLACKER. Der SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Knapp favorisiert für die Mühlacker OB-Wahl in außergewöhnlich deutlich Worten FDP-Bewerber Frank Schneider. Kritik gibt es am grünen Amtsinhaber Arno Schütterle. 

„Mühlacker braucht den Wechsel!“, formuliert der Senderstädter SPD-Parlamentarier in seiner Pressemitteilung vom Dienstag seine Person. Knapp hatte sich auch mit der PZ in Verbindung gesetzt und klar für einen Wechsel an der Spitze im Mühlacker Rathaus geworben. „Ein weiter so darf es nicht geben“, das wäre aus Knapps Sicht schädlich für Mühlacker.

Knapp in seiner Pressemitteilung: „Viele Bürgerinnen und Bürger sind verunsichert, weil gerade die zwei großen Parteien keine Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl aufstellen konnten. Als verantwortungsbewusster Bürger und Stadtrat von Mühlacker sehe ich es als meine Pflicht an, meine Meinung zur OB-Wahl am 25. Oktober zu äußern.“ Als einziges Mittelzentrum im Enzkreis müsse die Große Kreisstadt Mühlacker wieder deutlich stärker als bisher in dieser Funktion wahrgenommen werden. Knapp: „Für eine positive Weiterentwicklung muss sich Mühlacker wieder stärker als Schul- und Einkaufsstadt profilieren.“ Gerade für diese notwendigen Veränderungen sieht Knapp in Frank Schneider die Persönlichkeit, die vom beruflichen Hintergrund her diesen Prozess aktiv gestalten kann. Ein weiterer Punkt, der den Abgeordneten umtreibt, ist die Außendarstellung der Großen Kreisstadt. Die Außendarstellung der Stadt könne nur mit einer akzeptierten Verwaltungsspitze wieder verbessert werden.

Der Gemeinderat könne die Fehler, die an der Verwaltungsspitze gemacht werden, nur in wenigen Fällen korrigieren. Knapp: „Ein Oberbürgermeister Frank Schneider wird Mühlacker sowohl nach Innen als auch nach Außen die Anerkennung verschaffen, die unserer Heimatstadt gebührt.“ Schneider kenne aufgrund seines bisherigen kommunalpolitischen Engagements die brennenden Themen der Stadt Mühlacker. Er sei in der Lage, nach seiner Wahl sofort die Arbeit aufzunehmen, ohne sich lange einarbeiten zu müssen. „Er hört zu, und setzt danach um. Ich traue ihm zu, die finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse zu konsolidieren und Mühlacker weiter zu bringen“, sagte Knapp abschließend. Knapp hat mit dieser eindeutigen, öffentlichen Stellungnahme nun deutlich gemacht, was er in den zurückliegenden Jahren auch schon hinter vorgehaltener Hand in politischen Kreisen kundgetan hatte: Er ist mit der Arbeit des amtierenden OB Arno Schütterle unzufrieden und hofft auf einen personellen Neuanfang an der Rathausspitze.

Gegenüber der PZ hatte in dieser Woche der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Roland Peter von einer für die Sozialdemokraten schwierigen Lage in der Senderstadt gesprochen: Man habe keinen eigenen Kandidaten gefunden, habe aber schon vor einem Jahr ausgeführt, mit Arno Schütterle unzufrieden zu sein und aus Sicht seiner Fraktion sei es jetzt wiederum schwierig, sich hinter einen Kandidaten mit FDP-Parteibuch zu stellen. Die Fraktion gebe deshalb keine Stellungnahmen ab. Wohl aber könne jedes Fraktionsmitglied für sich selbst in der Öffentlichkeit auftreten und davon mache er nun ebenfalls Gebrauch.

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