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Die Verwüstungen nach dem Hochwassen sind verheerend. © Lutz
09.06.2016

Ölbronn nach dem Hochwasser: „Es war wie eine Sintflut“

Ölbronn.Dürrn. Am Tag nach dem Unwetter: Ölbronn räumt auf. Der Schock nach den Wassermassen sitzt tief – Doch Zuversicht bei den Menschen ist da. Man würde Tränen erwarten. Gezeter. Vielleicht auch Verzweiflung. Doch die Menschen in Ölbronn packen am Tag nach dem verheerenden Unwetter, das ihren halben Ort buchstäblich absaufen ließ, einfach an.

Sie versuchen – unterstützt von der Feuerwehr und dem Bauhof – zu retten, was zu retten ist. Und räumen auf. Wer durch den Ort fährt und nicht weiß, was sich hier am Abend zuvor abgespielt hat an kleinen und großen Tragödien, der könnte es kaum fassen.

Entlang der Straßen finden sich ab und an noch kleine Pfützen, hier und da liegt Schlamm – das war es aber auch. Anders sieht es hingegen in den Kellern und Garagen der Bürger aus. Hier zeugt das Chaos von der schieren Kraft des Wassers. Teilweise sind enorme Werte vernichtet worden.

Besonders hart getroffen von den Wassermassen sind die Bewohner zwischen Ölbronn und Kleinvillars, beim Gasthof „Bahnhöfle“. Annähernd zwei Meter hoch stand hier das Wasser, die Feuerwehr musste am Vorabend mit dem Schlauchboot anrücken, um den Menschen zu helfen.

Am Donnerstagmorgen ist das Wasser verschwunden, doch die Spuren der Verwüstung sind hier besonders gut sichtbar. Bettina Breining, die Inhaberin des „Bahnhöfle“ und ihr Partner Manfred Kura führen in den Keller – und was einem dort entgegenschlägt, ist kaum zu beschreiben. „Hier unten ist alles futsch“, fasst Kura die Situation zusammen. Und Bettina Breining ergänzt, dass man keine Chance gehabt habe, gegen das Nass anzukämpfen: „Es war brutal, wie schnell das alle ging und wie hart wir getroffen wurden.“

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