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Mit dem Schlauchboot musste sich die Feuerwehr einen Weg zum „Bahnhöfle“ zwischen Ölbronn und Kleinvillars vor einem Jahr bahnen. Das Hochwasser stand zum Teil zwei Meter hoch. Foto: Lutz/PZ-Archiv
Mit dem Schlauchboot musste sich die Feuerwehr einen Weg zum „Bahnhöfle“ zwischen Ölbronn und Kleinvillars vor einem Jahr bahnen. Das Hochwasser stand zum Teil zwei Meter hoch. Foto: Lutz/PZ-Archiv
Als die Fluten gingen, blieb der Dreck. Feuerwehr und Bauhof kamen und halfen beim Aufräumen. Foto: Lutz/PZ-Archiv
Als die Fluten gingen, blieb der Dreck. Feuerwehr und Bauhof kamen und halfen beim Aufräumen. Foto: Lutz/PZ-Archiv
Selbst an erhöhten Stellen stand das Wasser noch in Brusthöhe, wie Manfred Kura und Bettina Breining zeigen. Foto: Lutz/PZ-Archiv
Selbst an erhöhten Stellen stand das Wasser noch in Brusthöhe, wie Manfred Kura und Bettina Breining zeigen. Foto: Lutz/PZ-Archiv
Auch in Stein wütete der Starkregen und setzte den Ortskern unter Wasser. Foto: Lutz/PZ-Archiv
Auch in Stein wütete der Starkregen und setzte den Ortskern unter Wasser. Foto: Lutz/PZ-Archiv
06.06.2017

Ölbronn und Stein: Flut-Katastrophe steckt in den Knochen

Ölbronn-Dürrn/Königsbach-Stein. Die Regenmassen haben vor genau einem Jahr die Region in Atem gehalten. Die Wetterextreme sorgten für Verunsicherung – der Ruf nach Schutzmaßnahmen ist laut geworden.

Es ist noch immer surreal – auch wenn es tatsächlich passiert ist. Bettina Breining und ihr Lebensgefährte Manfred Kura schauen sich hin und wieder die Bilder an, die von der Hochwasserkatastrophe zeugen, die vor einem Jahr beinahe ihre Existenz vernichtet hätte. „Und dann fragen wir uns – kann das wirklich passiert sein, ist das alles nicht nur ein Albtraum gewesen?“

Am „Bahnhöfle“ zwischen Ölbronn und Kleinvillars hat sich am 8. Juni 2016 – als halb Ölbronn und Teile Dürrns von enormen Wassermassen heimgesucht worden sind – am deutlichsten gezeigt, zu was die Wetterkapriolen fähig sind, mit denen man mittlerweile auch in der Region immer wieder rechnen muss. Erst am Tag zuvor, also genau heute vor einem Jahr, hatten Regenfluten Stein unter Wasser gesetzt.

Beinahe zwei Meter hoch standen die Fluten dann zeitweise am „Bahnhöfle“, die Feuerwehr musste mit Booten anrücken – und auch weiter oben, im Ölbronner Ortskern, liefen reihenweise Keller und Wohnräume voll, wurden unschätzbare Werte für immer zerstört.

„Die Erinnerung an das Hochwasser ist allgegenwärtig“, sagt Bettina Breining, 47, die Inhaberin des „Bahnhöfle“. Bei jedem Regen sei sie mittlerweile in Alarmbereitschaft, Gewitter seien nur schwer zu ertragen. „Die Angst ist immer da, dass wir so etwas noch einmal erleben müssen. Und ich fürchte, diese Angst geht auch nicht mehr weg.“

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