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Kommen aus Stuttgart, um sich in der Ötisheimer Sporthalle auf Champions-League-Niveau zu bringen, die Spieler des deutschen Futsal-Meisters TSV Weilimdorf. Foto: privat

Ötisheim öffnet für Rene Hook die Tür zur Königsklasse im Futsal

Ötisheim/Stuttgart. Mit Rene Hook will ein Ötisheimer Junge in der Champions League von sich reden machen. Damit der 28-Jährige und sein Futsal-Team für die Vorrunde gerüstet sind, dürfen Hook und Co. nun zwei Wochen lang zum Training in die Ötisheimer Sporthalle.

Futsal ist die vom Fußball-Weltverband Fifa anerkannte Hallenfußball-Variante. In dieser eher jungen Sportart hat sich Hook im Sommer mit dem TSV Weilimdorf den Meistertitel gesichert. Da Deutschland im Futsal nicht spitze ist, hat das Team aus dem Stuttgarter Nordwesten allerdings keinen Platz in der Hauptrunde der Königsklasse sicher. Die Vorrunde geht bereits vom 27. August bis zum 1. September über die Bühne. So stand das TSV-Team vor einem Problem, das einige lokale Vereine allzu gut kennen: In den Sommerferien ist die heimische Halle zu.

Über Hooks Vater Thilo, der für die FWV/UBL im Gemeinderat sitzt, kam es zum Kontakt mit Bürgermeister Werner Henle. Nach der ersten Übungseinheit in der Stromberggemeinde hielt Vater Hook, der als Physiotherapeut dabei war, fest: „Trainer wie auch Fitnesstrainer verlangten den Spielern alles ab. Danach wurde geputzt und aufgeräumt, was die Spieler aber für die Trainingsmöglichkeit gerne machten.“ Die Halle ordentlich zu verlassen ist auch wichtig, schließlich wollen es sich die Hooks nicht mit Hausmeister Rainer Grund verscherzen. Dafür, dass sie als Auswärtige, Miete zahlen müssen, haben die Weilimdorfer Verständnis.

Vater Hook könnte sich auch ein Gastspiel in Ötisheim vorstellen. Da in der Stromberggemeinde noch in diesem Jahr eine neue, größere Halle eingeweiht werden soll, scheint das durchaus denkbar, „Das ist sicher mal möglich“, sagt Bürgermeister Henle. Noch hat es der Schultes nicht einrichten können, beim Training hallo zu sagen. Beeindruckt ist Henle aber davon, dass die Mannschaft praktisch täglich trainiert.

Zunächst sind die Weilimdorfer in zwei Wochen in Wiener Neustadt in einem von neun Vorrundenturnieren gefordert. Nur die Sieger kommen weiter. Gegner von Weilimdorf sind Sparta Belfast aus Nordirland, Racing Futsal Luxemburg sowie die Allstars Wiener Neustadt, die auch Österreichs Nationalmannschaft bilden.

Setzten sich Hook und Co. durch, lockt eine Reise nach Schweden. Uddevalla ist von 8. bis 13. Oktober Gastgeber eines Hauotrundenturniers, bei dem Pesaro aus Italien sowie zwei Qualifikanten dabei sind. Auch dann kommt nur der Beste weiter.

Es folgt im November eine Elite-Runde für die 16 Teams auf vier Gruppen verteilt werden. Ein Final Four steht dann im April 2020 an. Falls der deutsche Meister so weit kommt, wäre das allerdings eine dicke Überraschung.