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Bürgermeister Andreas Felchle (von links), Manfred Heinrich und Peter Krüger vom Geschichts- und Heimatverein haben das neue Leitsystem vorgestellt.  Hepfer
Bürgermeister Andreas Felchle (von links), Manfred Heinrich und Peter Krüger vom Geschichts- und Heimatverein haben das neue Leitsystem vorgestellt. Hepfer
Die „Schafköpfle“ am Boden sollen Besucher zum Schafhof führen.
Die „Schafköpfle“ am Boden sollen Besucher zum Schafhof führen.
13.01.2019

Orientierungshilfe durchs Welterbe: GHV Maulbronn möchte das Kloster mit dem Schafhof verbinden

Maulbronn. Zu vermitteln, dass die Stadt Maulbronn so viel mehr zu bieten hat als nur die weltberühmte Klosteranlage, ist nicht nur Bürgermeister Andreas Felchle ein großes Anliegen.

Auch der Geschichts- und Heimatverein (GHV), den Felchle mit aus der Taufe gehoben hat, arbeitet seit rund 15 Jahren daran, die anderen kulturellen Vorzüge und Sehenswürdigkeiten Maulbronns nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und ins Bewusstsein von Touristen, aber auch der eigenen Bürgerschaft zu rücken.

Deswegen hat der GHV in Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Landesbetrieb Vermögen und Bau, der die Klosteranlage verwaltet, dafür gesorgt, dass eine neue Hinweistafel die Besucher Richtung Schafhof lenkt. Nun wurde dieses neue Leitsystem, das an exponierter Stelle an der Stuttgarter Straße, Ecke Klosterzufahrt Ost angebracht worden ist, der Öffentlichkeit vorgestellt.

„Es geht dabei vor allem darum, die Klosteranlage als Unesco-Welterbe mit dem Schafhof zu verknüpfen und Touristen sowie Museumsgänger auf die Spur zu bringen“, betont Bürgermeister Andreas Felchle, gleichzeitig Schriftführer des GHV. Denn der „Schafhof“ sei nicht nur ein schönes Stück Stadtmitte, sondern stehe als Keimzelle auch für den bürgerschaftlichen Ursprung Maulbronns.

„Der frühere Steinbruch dort hat das Kloster überhaupt erst möglich gemacht“, ergänzt Felchle. Weil man in die „behördlichen Mühlen“ geraten sei, habe die Hinweistafel zwar eine ganze Weile auf sich warten lassen. Mit dem Ergebnis sei aber gerade der Geschichts- und Heimatverein nun vollauf zufrieden. Besonders stolz sind die GHV-Verantwortlichen um ihren Vorsitzenden Kurt Haas, seinen Stellvertreter Peter Krüger und Manfred Heinrich über die einprägsame Symbolik rund um die Hinweistafel. Darauf und inmitten der Pflastersteine unten am Boden sind zu diesem Zweck „Schafsköpfle“ angebracht, die der Bilderbuch-Autor Wilfried Gebhard gestaltet hat, und die als optisches Synonym für den Schafhof gelten.

Aber nicht allein wegen des Museums auf dem Schafhof bezeichnen die GHVler die besondere Maulbronner Örtlichkeit als „Schmankerl“ für Besucher. Denn zum dortigen kulturellen Gesamtkonzept zählt seit Jahren auch schon die Kunstsammlung, die Jutta und Manfred Heinrich der Stadt gestiftet haben, sowie die im Herbst 2018 dort installierten „10 Maulbronner Köpfe“ des Künstlers Hatto Zeidler, der berühmte Maulbronner Seminaristen portraitierte.

Gründe genug also für Touristen, um neben dem Klosterbesuch auch einen Abstecher zu wagen.