nach oben
PZ persönlich: Ralf Kohler
PZ persönlich: Ralf Kohler © PZ-Montage
25.02.2013

PZ persönlich: Von der Flugschanze zurück vor den Fernsehapparat

Jedes Fußballspiel muss ich längst nicht mehr sehen, und die Formel 1 hat mich schon zu Michael Schumachers besten Zeiten relativ kalt gelassen. Dafür fasziniert mich Skispringen ungemein (nicht erst seit RTL von der „Formel 1 des Winters“ sprach).

Nun während der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Val di Fiemme habe ich ein paar Tage frei, kann also sicher Einiges mitbekommen. Da sitze ich dann wieder vor dem Fernsehapparat, nachdem ich zuletzt beim Weltcup vom Schreibtisch der PZ-Redaktion in Mühlacker für je einen Tag zur Großschanze in Willingen und zur Skiflugschanze in Oberstdorf reiste. Klar, als Journalist bin ich bei Ereignissen grundsätzlich gern direkt dabei. Nur ist bei Wettkämpfen der Zugang zu den Athleten eher beschränkt, das Blickfeld eingeschränkt. Dass es Spaß macht, Stunden in der Kälte zu stehen und noch mehr Zeit der An- und Abreise zu widmen, kann ich auch nicht behaupten. Doch jede Medaille hat halt eben ihre Kehrseite.

Stichwort Medaille – ich verfolge das Geschehen nicht mit der deutschen Brille. Daher hatte sich für mich auch nichts verändert, als die Hochzeiten von Martin Schmitt und Sven Hannawald vorbei waren. Es ist einfach die Mischung aus Sport, Spektakel und Winteridylle, die es mir angetan hat. Das Größte überhaupt ist natürlich seit Kindheitstagen immer zum Jahreswechsel die Vierschanzentournee. Der habe ich mich vor Jahren gar zum Ende meiner journalistischen Ausbildung gewidmet: Abschlussarbeit an der Uni im österreichischen Krems war eine einstündige Radiosendung.

Das ist Vergangenheit, die Saison 2012/2013 Gegenwart. Da lässt etwa ein Gregor Schlierenzauer seine Sprünge einfach passieren – so wie ich nun die WM.