nach oben
PZ-Sommeraktion auf dem Ötisheimer Barfußpfad © Fuchs
24.08.2010

PZ-Sommeraktion: Trotz Schnecken kein Erschrecken

ÖTISHEIM. Anders als erwartet ist der Barfußpfad-Besuch in Ötisheim für die Teilnehmer der PZ-Sommeraktion verlaufen: Bei kühlem Wetter hieß es die Zähne zusammenbeißen, denn Bäche und Böden waren ziemlich kalt.Warmer Waldboden und ab und zu ein kühles Bächlein, an dem man sich Abkühlung verschaffen kann – so stellt man sich einen Tag auf dem Ötisheimer Barfußpfad normalerweise vor.  

Bildergalerie: PZ-Sommeraktion - 17: Auf dem Barfußpfad in Ötisheim

Am Dienstagnachmittag erlebten die Teilnehmer der PZ-Sommeraktion allerdings ein Programm für Hartgesottene. Statt warmem Waldboden gab es feuchten Sand und nasskalten Rindenmulch. Den Barfußpfad mussten sich die PZ-Leser mit einigen Nacktschnecken teilen, dennoch ließ sich keiner die Laune vom feuchten Wetter verderben.

Ganz im Gegenteil, wer sich bei dieser Witterung ins große Matschbad traute, genoss die ungeteilte Anerkennung der am Rand stehenden Zuschauermenge. Wie etwa Sven Deeg und Klaus-Dieter Hildebrandt. „Ich hatte es mir viel kälter vorgestellt“, sagte Hildebrandt nach dem Wagnis. Von den Teilnehmerinnen versuchte sich nur eine zaghaft am kühlen Matschbad. Allerdings gefolgt von einem zum Glück glimpflich verlaufenen Ausrutscher und einem lauten Schrei, was den Rest der weiblichen Zuschauer vollends überzeugte, es der Geschlechtsgenossin nicht nachzumachen. Ganz im Gegensatz zu den jüngeren Teilnehmern. Marc (8), Philipp (11) und Alexander (11) badeten begeistert bis zum Oberkörper im Matsch. Gut, dass die Großeltern an Kleidung zum Wechseln gedacht hatten. „Bei mir ist sogar die Unterhose nass“, erzählte Marc nicht ohne Stolz. Vor sechs Jahren hat Förster Bernd Obermeier, zusammen mit dem Gemeinderat und mit der Unterstützung seiner Waldarbeiter, den Barfußpfad gebaut.

Obermeier, der für den Gemeindewald in Ötisheim zuständig ist, weiß, dass die Idee eines solchen Pfades bislang sehr gut angenommen wurde. „An schönen Tagen im Sommer reichen die Parkplätze am Naturfreundehaus kaum aus“, sagte Obermeier. Zum Teil kämen ganze Busladungen voller Ausflügler, um einen Zwischenstopp am Ötisheimer Barfußpfad einzulegen. Voller Elan arbeiten auch die Waldarbeiter am Barfußpfad mit. So säumen etliche Skulpturen, geschaffen aus Holzstämmen, den Pfad durch den Wald. Jedes Jahr werde der Pfad erneuert und auch ein wenig erweitert, erklärte Obermeier.
Im Anschluss an das Barfuß-Erlebnis ging es für die PZ-Gruppe an den Eckhausee. Förster Obermeier schürte ein wärmendes Lagerfeuer an dem Stockbrot gegrillt wurde.