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Erik Schweickert, Andreas Kuhn, Hans Sturm, Ursula Günster, Markus Schellinger und Claus Schmidt (von links) feiern zehn Jahre Seniorenzentrum Sankt Clara in Illingen. Foto: Prokoph
Erik Schweickert, Andreas Kuhn, Hans Sturm, Ursula Günster, Markus Schellinger und Claus Schmidt (von links) feiern zehn Jahre Seniorenzentrum Sankt Clara in Illingen. Foto: Prokoph
12.08.2018

Patroziniumsfest im Illinger Seniorenzentrum Sankt Clara

Illingen. „Wenn du keinen alten Menschen zu Hause hast, dann leihe dir einen“, zitierte Andreas Kuhn vom Vorstand der Keppler-Stiftung beim Patroziniumsfest im Illinger Seniorenzentrum Sankt Clara ein griechisches Sprichwort. Mit einem Gottesdienst, den der katholische Dekan Claus Schmidt hielt, Ansprachen und einem gemeinsamen Mittagessen wurden das zehnjährige Bestehen des Seniorenzentrums sowie jeweils fünf Jahre katholische Sozialstation und Tagespflege Sankt Clara gefeiert.

„Alte Menschen bereichern unser Leben in unserer Gemeinschaft“, sagte Kuhn von der Keppler-Stiftung, die Trägerin des Seniorenzentrums ist. Denn Altwerden sei eine Aufgabe, der sich jeder Mensch stellen müsse. „Wer alt ist, wird abhängig von anderen“, sagte Kuhn. Deshalb dürften Senioren nicht von Altersarmut bedroht sein. Denn die Gesellschaft lerne von den Alten, dass jede Zeit ein vorher und ein nachher habe. „Alte Menschen bauen eine Brücke allein durch ihre Anwesenheit“, so Kuhn.

Sankt-Clara-Einrichtungsleiter Markus Schellenberger und Hausleiterin Ursula Günster dankten in einer gemeinsamen Ansprache den vielen Helfern, allen voran dem Förderverein Sankt Clara mit der Vorsitzenden Angela Adam und ihrer Stellvertreterin Elfriede Sturm, für die „fruchtbare Kooperation“. „Hier hat sich vieles glücklich gefügt und ist zusammengekommen, was Menschen nützt und Freude macht“, würdigten die Beiden das Seniorenzentrum, die Sozialstation und die Tagespflege als „gelungene Entwicklung mit großer Nachhaltigkeit“. Bürgermeisterstellvertreter Hans Sturm dankte mit zehn Flaschen Traubensaft. „Hält man inne und blickt zurück, dann stellt man fest, dass man sich Illingen ohne Sankt Clara nicht mehr vorstellen kann“, sagte Sturm. Die 65 Plätze des Seniorenzentrums seien immer belegt.

„Ein Politiker denkt an persönliche Begegnungen, wenn es um das Thema Pflege geht“, sagte der FDP-Landtagsabgeordnete Erik Schweickert in seinem Grußwort. Er hoffe, dass das Seniorenzentrum mit seinem idealen Standort in der Ortsmitte auch in Zukunft Unterstützung im Illinger Gemeinderat erfahre. „Pflege muss unserer Gesellschaft etwas wert sein“, sagte Schweickert und wünschte sich, noch oft das Seniorenzentrum besuchen zu können. Musikalisch umrahmte Olga Rühl die Feierstunde.