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In Offenburg hat sich die Erfahrung von „Ikarus“ wieder bezahlt gemacht. Auf ihm turnten unter anderem Katrin Schaefer (links), Marie Luise Boehm (rechts) und Anna Burger (oben).  Fotos: privat 
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Der Neue im Pegasus-Stall ist der sieben Jahre alte Wallach „Hartheim“. 
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Unverhofft ist für „Captain Cook“ der sportliche Ruhestand angebrochen. 

Pegasus Mühlacker: Ein gutes Pferd ist viel wert

Auf „Ikarus“ ist Verlass, deshalb soll er auch mit 20 Jahren die Bühne nicht ganz verlassen. Mit dem Wallach haben die Top-Voltigierer von Pegasus Mühlacker bei den „Baden Classics“ in der Offenburger Messe nun sogar die bei WM und EM zweitplatzierten Schweizer hinter sich gelassen und deshalb die deutsche Nationalhymne genießen dürfen.

„Ikarus“ drehte wie gewohnt gleichmäßig seine Runden, ließ sich auch nicht vom Szenenapplaus aus der Ruhe bringen. Längst ist er im Sprachgebrauch des Teams das „Verlasspferd“. Mit der S-Mannschaft soll der Senior mit dem Kosenamen „Oggy“ trotz allem nur noch ausnahmsweise unterwegs sein. Bei der vierten Mannschaft, der A-Gruppe, ist die Belastung für den fuchsfarbenen Holländerwallach nicht so groß.

Ursprünglich wollte die S-Gruppe 2017 komplett auf „Captain Cook“ setzen, ihn nun auch bei der baden-württembergischen und der deutschen Meisterschaft einsetzen. Doch im November ging „Cooky“ mit einem Mal lahm. Die Diagnose des Tierarzts nach Studie der Röntgenbilder schockierte die Pegasus-Mädchen: Das Nachwuchspferd mit tollem Galopp und „unglaublich liebem Charakter“ hat starke Hufrolle und Arthrose. Hufrolle ist eine entzündliche Veränderung am Huf und bedeutet im Grunde das sportliche Aus. Zwar zeigte sich schnell ein Behandlungserfolg, doch auch nachdem „Captain Cook“ nicht mehr lahmte, wollte man bei Pegasus den siebenjährigen Wallach nicht mehr Belastungen aussetzen.

Die Trainerin und Vereinsvorsitzende Antonia Schubert konnte das angeschlagene Pferd in Neulingen-Bauschlott unterbringen, bei einer Freundin, die therapeutisches Reiten anbietet – unter anderem für behinderte Kinder.
„Captain Cook“ in guten Händen zu wissen, war zwar ein Grund zur Freude, dennoch haderte man bei Pegasus auch. Zum einen vermuteten die Pferdefreunde aus Mühlacker, dass „Cooky“ die Hufrolle bereits beim Kauf gehabt hatte. Zum anderen war klar, dass Ersatz her musste, was neben zusätzlichen Ausgaben auch einmal mehr eine große zeitliche Investition bedeutete. Bundesweit legten die Pegasus-Verantwortlichen insgesamt 5400 Kilometer zurück, bis der Verein mit „Hartheim“ möglicherweise einen tollen Fang machte. Wie „Captain Cook“ ist dieser Wallach sieben Jahre alt.

Mit 1,85 Metern ist „Hartheim (genannt „Heidi“) eine imposante Erscheinung. Vor allem hat er Spaß am Voltigieren und soll nach und nach aufgebaut werden. Insgesamt hat Pegasus sogar fünf Pferde: „Abenteuer“ ist mit der L-Gruppe und im Einzel unterwegs, „Captain Kirk“ mit den Nachwuchsvoltigierern und „Däumling“ läuft für die M-Gruppe.


Sportlerinnen *: Mia Berberich (Gündelbach), Amelie Springer (Ötisheim), Anna Burger (Iptingen), Marie-Luise Boehm (Wiernsheim), Denise Kiontke (Niefern), Katrin Schaefer (Illingen), Nina Giesecke (Niefern), Elena Kreuzer (Karlsruhe). Trainerin und Longenführerin: Antonia Schubert (Pforzheim), Betreuerin: Karin Kiontke (Niefern)
* Die Aktiven sind zwischen acht und 32 Jahre alt.

Freie Plätze in der Anfängergruppe: Mädchen oder auch Buben, die sich fürs Voltigieren interessieren, können freitags ab 15.30 Uhr zum Dörnichhof nach Dürrmenz kommen. Dann trainiert die Anfängergruppe von Karin Kiontke (Telefon 0 72 33/60 60).

Weitere Informationen im Internet unter www.pegasus-muehlacker.de