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Ärzte in Mühlacker sprechen sich mit Kollegen in einem anderen Krankenhaus ab: Die Telemedizin ist im Enzkreis als Quelle für Expertenwissen bereits Alltag. Doch das ist nur der Anfang für medizinische Umbrüche durch Computertechnik. Foto: PZ-Archiv/Schrader
Ärzte in Mühlacker sprechen sich mit Kollegen in einem anderen Krankenhaus ab: Die Telemedizin ist im Enzkreis als Quelle für Expertenwissen bereits Alltag. Doch das ist nur der Anfang für medizinische Umbrüche durch Computertechnik. Foto: PZ-Archiv/Schrader
Vor etwa zwei Wochen lag der 82-jährige Patient, der an einer Infektion verursacht durch resistente Bakterien leidet, noch auf der Intensivstation des Mühlacker Krankenhauses. Oberarzt Ralph Brunner tauschte sich über einen Telecomputer mit Kolleginnen im Ludwigsburger Krankenhaus über die richtige Antibiotikatherapie aus.
Vor etwa zwei Wochen lag der 82-jährige Patient, der an einer Infektion verursacht durch resistente Bakterien leidet, noch auf der Intensivstation des Mühlacker Krankenhauses. Oberarzt Ralph Brunner tauschte sich über einen Telecomputer mit Kolleginnen im Ludwigsburger Krankenhaus über die richtige Antibiotikatherapie aus.
06.12.2016

Per Live-Schaltung beim Patienten

Mühlacker. Eine Intensivstation ist für gewöhnlich kein Ort, an dem man sich freiwillig aufhält. Im Gegenteil: Dort liegen Menschen mit teils lebensbedrohlichen Erkrankungen. Viele sind nicht bei Bewusstsein, umgeben von Maschinen werden sie von Schläuchen mit Sauerstoff versorgt.Am Dienstag jedoch ist die PZ vor Ort bei einer Visite dabei. Die Besonderheit: Per Live-Video-Schaltung tauschen sich die Mühlacker Oberärzte Andreas Forst und Ralph Brunner mit Kollegen der Ludwigsburger Klinik aus.

Dazu dient ein mit Kameras ausgestatteter Computer, der es den hinzugezogenen Fachkräften ermöglicht, selbst einen Blick auf Patienten zu werfen. Der Grund: Ein kleiner Klinikstandort wie der in Mühlacker verfügt unter Umständen nicht immer über alle fachärztlichen Experten, die ein Patient benötigt.

Hinzugezogen werden die Kollegen an diesem Morgen unter anderem zur Visite bei einem 82-jährigen Mann, der wegen einer geplatzten Gallenblase notoperiert wurde, an einer Blutvergiftung litt und nun mit multiresistenten Keimen kämpft. Monica Bürle ist leitende Oberärztin auf der Intensivstation im Ludwigsburger Krankenhaus und hilft mit ihrer Erfahrung. „Es ist immer sinnvoll, sich auszutauschen“, sagt sie später. Sabine Gfrörer ist Mikrobiologin sowie Expertin für Infektionsprävention und Hygienemanagement – eine Fachkraft, die es in der Mühlacker Klinik nicht gibt. Gemeinsam besprechen die vier die Therapie des Patienten.

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