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Pressesprecher Alexander Tsongas, Regionaldirektor Dominik Nusser und Oberarzt Holger Kugel haben zu den Vorwürfen Stellung bezogen. Foto: Lutz
Pressesprecher Alexander Tsongas, Regionaldirektor Dominik Nusser und Oberarzt Holger Kugel haben zu den Vorwürfen Stellung bezogen. Foto: Lutz
11.01.2018

Personalnotstand am Mühlacker Krankenhaus? - Klinik bestreitet Engpass

Mühlacker. Droht in deutschen Krankenhäusern ein Pflegenotstand? Werden Patienten nicht ausreichend betreut, und gibt es schlicht viel zu viel zu tun für zu wenige Ärzte? Es sind Fragen wie diese, die immer wieder gestellt werden im Hinblick auf das Gesundheitswesen und die nun auch in Zusammenhang mit den Enzkreiskliniken in Mühlacker auftauchen.

Anlass ist ein Schreiben, das die PZ-Redaktion dieser Tage erreicht hat. Darin schildern Angehörige den Fall ihrer Mutter und Großmutter, die kurz vor Weihnachten mit verschiedenen akuten Beschwerden ins Krankenhaus kam. Die Verwandten berichten, dass die 72-Jährige aus ihrer Sicht unzureichend behandelt wurde und auch die Pflegekräfte sich nicht ausreichend kümmerten.

Konfrontiert mit den Vorwürfen bitten Verantwortliche der Enzkreiskliniken zum Pressegespräch. Regionaldirektor Dominik Nusser, Pressesprecher Alexander Tsongas sowie Oberarzt Holger Kugel erläutern, dass sich auch über die Feiertage genauso viel Personal um die Patienten kümmere wie üblich. Es gäbe weder einen Personal-Engpass noch habe man sich um einzelne Patienten nicht umfassend kümmern können.

Dennoch betrachten auch die Verantwortlichen im Krankenhaus die generelle Entwicklung im Gesundheitssystem mit einer gewissen Sorge – denn auch hier drohe, wie in vielen Bereichen, ein Mangel an Nachwuchs. In Mühlacker gleicht man dies zum Teil mit ausländischen Ärzten aus.

Mehr lesen Sie am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

wodik
12.01.2018
Personalnotstand am Mühlacker Krankenhaus? - Klinik bestreitet Engpass

jaja, erstmal dementieren. Dabei war z.B. die geburtshilfliche Abteilung an Weihnachten einfach mal so geschlossen. Über einen längeren Zeitraum war das auch im letzten Jahr der Fall, angeblich wegen Personalmangel.Warum Personalmangel? Ganz einfach weil schlechte Bezahlung, mangelnde Anerkennung und Überforderung des Ärzte- und Pflegepersonals die Ursache sind, ausgelöst durch das masslose Gewinnstreben der Krankenhausbetreiber. Die Privatisierung der Krankenhäuser ist die Ursache allen Übels.... mehr...

Schreiberling
12.01.2018
Personalnotstand am Mühlacker Krankenhaus? - Klinik bestreitet Engpass

[QUOTE=wodik;293994]Die Privatisierung der Krankenhäuser ist die Ursache allen Übels.[/QUOTE] Grundversorgung ist eigentlich nicht renditefähig. Die Liberalen haben daraus eine legale Form der Erpressung gemacht. Hoffentlich kriegen sie mal die Quittung dafür. Gier, Gier und nochmals Gier. Auf Kosten derer, die die Kosten nicht vermeiden können. mehr...

Faelchle
12.01.2018
Personalnotstand am Mühlacker Krankenhaus? - Klinik bestreitet Engpass

Das stimmt nir teilweise. Ich habe die Notfallversorgung selbst einmal in Anspruch genommen, wurde sofort untersucht und auf Station gebracht, mehrer Male für meine damals schwer erkrankte Mutter und zuletzt für meine betagte Tante, die ich betreue. Also in der Notfallversorgung und Aufnahme klappte das immer gut. Manchmal muss man auch sein Anspruchdenken ein wenig reduzieren. Der Fachkräftemangel ist evident, und da sind die Argumente auch zutreffend, einerseits die schlechte Bezahlung ...... mehr...

Anno nymus
12.01.2018
Personalnotstand am Mühlacker Krankenhaus? - Klinik bestreitet Engpass

Reden Sie von den Enzkreiskliniken in Mühlacker? Dann ist die Privatisierung nicht die Ursache, da die Enzkreiskliniken meines Wissens noch in kommunaler Hand sind. Die Städtische in Pforzheim gehört zu Helios, da wäre der Vorwurf mit der Privatisierung nachvollziehbar.... mehr...