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Schwacher Anfang mit Happy End: Nach einer enttäuschenden ersten Halbzeit rissen die Kicker von Phönix Lomersheim (in Gelb) ein fast schon verloren geglaubtes Spiel gegen Hellas Bietigheim aus dem Feuer. Foto: Jähne
Schwacher Anfang mit Happy End: Nach einer enttäuschenden ersten Halbzeit rissen die Kicker von Phönix Lomersheim (in Gelb) ein fast schon verloren geglaubtes Spiel gegen Hellas Bietigheim aus dem Feuer. Foto: Jähne
27.02.2017

Phönix Lomersheim dreht wichtige Partie im Abstiegskampf

Mühlacker-Lomersheim. „Wenn wir heute verlieren, dann wird’s richtig düster für uns.“ Diese unheilvolle Prognose von Phönix-Spielwart Michael Wirthle sollte am gestrigen Sonntag zum Glück für die Lomersheimer Fußballer nicht wahr werden. Ein hart umkämpfter 3:2-Sieg über den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, den SV Hellas 94 Bietigheim, bescherte dem Lomersheimer Club drei wichtige Punkte. Damit ist für das Phönix-Team der Relegationsplatz wieder in Reichweite.

Leerlauf bei den Gastgebern

Dabei standen die Zeichen in der für beide Mannschaften eminent wichtigen Partie zunächst alles andere als auf Erfolg: Mit einer komfortablen 2:0-Führung gingen die Gäste aus Ludwigsburg in die Pause, wohingegen bei den Gastgebern lange Zeit nur spielerischer Leerlauf herrschte. Keinerlei Effektivität legte der Phönix-Sturm zumindest in der ersten Halbzeit an den Tag. Den frech aufspielenden Griechen vom SV Hellas glückte dagegen bereits in der elften Minute durch Neofytos Kalfakis die 1:0-Führung. Auch im folgenden Spielverlauf hielten die Bietigheimer das Heft fest in der Hand und legten in der 38. Minute das 2:0 durch Marco Montesano nach. Dabei hätte dieser Treffer durchaus verhindert werden können: Fast schon fahrlässig langsam wurde der Ball Phönix-Keeper Daniel Kern ins Tor geschlenzt, was nicht unbedingt zur Verbesserung der Stimmung auf dem Rasen beitrug. So war die Partei von zahlreichen giftigen Fouls auf beiden Seiten geprägt, was Hellas-Spieler Tolgahan Kaya in der Nachspielzeit sogar die Gelb-rote Karte (92.) einbrachte. Aufseiten der Lomersheimer sorgte in der 45. Minute ein sehenswerter Lattenkracher erstmals für Gefahr vor dem gegnerischen Tor, wobei die Gastgeber bereits zu Beginn der zweiten Halbzeit kaum wiederzu- erkennen waren. Gelang Matthias Stotz in der 58. Minute noch recht überraschend der Anschlusstreffer zum 1:2, so drehte die Heimmannschaft jetzt erst richtig auf und bestimmte fortan das Spielgeschehen. Es dauerte allerdings bis zur 75. Minute als Sebastian Fischer einen Lupfer zum 2:2-Ausgleich hinter die Linie beförderte.

Gute Vorbereitungsphase

Dem selben Torschützen gelang schließlich auch der Siegtreffer in der 90. Minute. Zu diesem Zeitpunkt war vom SV Hellas kaum noch etwas zu sehen. Michael Wirthle sprach bereits zu Beginn des Spiels davon, dass sein Team eine „gute Vorbereitungsphase“ in der Winterpause gehabt habe. Und der Optimismus, letztlich doch noch die Klasse zu halten, dürfte nach diesem so wichtigen Erfolgserlebnis weiter gewachsen sein.