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Bei Senioren: Thomas Knapp (SPD), Hans-Ulrich Rülke (FDP) Viktoria Schmid (CDU) und Arno Schütterle (Bündnis 90/Grüne) haben das Altenzentrum St. Franziskus in Mühlacker besucht. In der Rolle der Gastgeber waren Alexandra Rapp und Markus Schellinger (von links).
Politiker im Altenheim © Kohler
18.03.2011

Politiker im Mühlacker Altenzentrum zu Gast

MÜHLACKER. Die Landtagskandidaten für den Enzkreis haben das Altenheim St. Franziskus in Mühlacker besucht. Bei der Veranstaltung "Gesund alt werden in Baden-Württemberg" wurde deutlich, dass sich auch die Politiker schwer mit der Vorstellung, dass sie irgendwann selbst alte Menschen sind.

Thomas Knapp von der SPD näherte sich der Frage, wie er sich das eigene Leben im Alter vorstellt, über den Eintritt in die Rente. Mit 65 oder 67 will er sich zurückziehen und dann noch Einiges von der Welt sehen. Viktoria Schmid (CDU) betonte, im Alter drohe die Gefahr, zu vereinsamen. Sie, wie auch Knapp und Arno Schütterle von den Grünen sehen eine Herausforderung darin, sich rechtzeitig die Entscheidung zu treffen, das vertraute Umfeld zu verlassen, um nicht ins abseits zu geraten, sondern in der Mitte der Gesellschaft soziale Kontakte zu pflegen. Kurze Wege seien im Alter besonders wichtig. "Zu meiner Generation gehören Wohngemeinschaften", sagte Schütterle.

Auch FDP-Kandidat Hans-Ulrich Rülke glaubt, dass ein Neuanfang im Alter für immer mehr Menschen notwendig ist. Er erzählte von seiner Mutter, die es sich in der eigenen Wohnung lange gut gehen lassen konnte, so aber den richtigen Zeitpunkt, umzuziehen, versäumte. "Es ist die große Kunst, frühzeitig einzusehen, dass man diesen Schritt vielleicht machen sollte", sagte Rülke. Auch SPD-Mann Knapp, der Sohn von Mühlackers früherem Oberbürgermeister Gerhard Knapp, schaut sich beim Thema alt werden den Weg der Eltern genau an. Sie seien beide über 80 und lebten weiterhin in ihrem vertrauten Umfeld in Dürrmenz. rks