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Um die 20 000 Besucher haben sich von Ostersamstag bis Ostermontag beim „Lebendigen Kunsthandwerk“ im Maulbronner Klosterhof an den vielfältigen Kunsthandwerkerständen umgeschaut. Foto: Prokoph
Susanne Schuster aus Augsburg zeigt auf dem Maulbronner Kunsthandwerkermarkt ihre handgefertigten Mini-Puppen. hepfer
Andrea Nachtrodt (von links) und ihre Mutter Gisela bewundern den aus Tafelsilber gefertigten Schmuck von Dominik Procher.
Fündig geworden ist Regine Heinz aus Schellbronn bei Ralf Köble und seinen Schmuckmotiven, die zumeist Blätterform haben.
22.04.2019

Prachtvolle kleine Schätze: Kunsthandwerkermarkt in Maulbronn lockt Tausende Besucher an

Maulbronn. Der Maulbronner Markt „Lebendiges Kunsthandwerk“ zieht mittlerweile seit 44 Jahren viele Menschen in die Klosterstadt. Von Ostersamstag bis Ostermontag dürften es mal wieder um die 20.000 Besucher gewesen sein, wie von Maulbronns Vollzugsbedienstetem Roland Angermaier geschätzt wird.

An den rund 100 Ständen waren im Klosterhof und in der Stadthalle drei Tage lang manigfaltige Kunstwerke zu bestaunen. Insofern konnte die Veranstalterin, die Diefenbacher Künstlerin Karin Etzold, die den Markt im Jahr 1975 begründet hat, einmal mehr zufrieden sein.

Bildergalerie: Kunsthandwerkermarkt in Maulbronn lockt zahlreiche Besucher an

Am Stand der Betzigauer Keramikwerkstatt von Horst Schmid-Köhler sahen sich die Illinger Achim und Heidi Fries um. „Hier in Maulbronn findet man immer Raritäten“, meinte das Ehepaar. Den Illingern gefällt vor allem aber auch das wunderschöne Ambiente des einstigen Maulbronner Zisterzienserklosters und heutigen Weltkulturerbes, vor dessen Kulisse der Markt aufgebaut ist. Auch beim Stand des Ditzingers Kurt Weigel und seiner Frau Heidi blieben viele Besucher stehen, um die selbstgedrechselten, kunstvollen Minikreisel zu bestaunen, die auf einem Holztisch tanzten. Diesmal hatte Weigl sogar Kreisel mit Hula-Hup-Ringen dabei.

Holzkünstler am Werk

Mit Holz arbeiten seit Jahren auch schon Cornelia und Manfred Jenz aus Kürnbach. Während sie Baummotive aus Holz kreiert und unter anderem auch alte Holztüren restauriert, fertigt er Naturbögen samt Pfeilen aus Baumhölzern wie Esche oder Eibe. Dafür haben auch die hessischen Künstler Petra und Res Neuenschwander ein Faible. Aus Birn- und Nußbaumholz werden Musikinstrumente wie Ur-Klarinetten oder Flöten in Form gebracht.

Andrea Nachtrodt und ihre Mutter Gisela aus Neuenstadt hatte es da schon eher der Schmuck von Dominik Procher angetan. In seinem Kölner Atelier funktioniert er altes Tafelsilber zu Schmuck um. „Dieses Armband, aus einer Essgabel gemacht, finde ich besonders originell“, ließ Andrea Nachtrodt durchblicken. Christine Seyfert aus Pforzheim schwärmte dagegen vom Porzellan, das Künstlerin Regine Bear fertigt. „Die farbenprächtigen Schmetterlinge und Stiefmütterchen haben mir am besten gefallen“, betonte die Dame aus der Goldstadt.