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Asylsuchende (Symbolbild) in den Arbeitsmarkt zu integrieren ist eines der großen gesellschaftlichen Themen derzeit. In Mühlacker kämpft die Stadt diesbezüglich mit Problemen. Foto: dpa-Archiv
Asylsuchende (Symbolbild) in den Arbeitsmarkt zu integrieren ist eines der großen gesellschaftlichen Themen derzeit. In Mühlacker kämpft die Stadt diesbezüglich mit Problemen. Foto: dpa-Archiv
27.02.2017

Probleme bei Flüchtlingsprojekt in Mühlacker

Würde man ein Zeugnis schreiben, wäre der alte Satz, dass man sich bemüht habe, wohl angebracht. Zwar hat sich die Stadt Mühlacker durchaus Zeit gelassen, bis sie tatsächlich einigen Flüchtlingen eine Arbeitsstelle angeboten hat – doch zumindest ist es gelungen, drei Asylsuchende in ein Beschäftigungsverhältnis zu bekommen.

Was danach kam, war allerdings unbefriedigend. So zumindest sieht es Rolf Leo, Chef der Freien Wähler im Gemeinderat und ehemals Lehrer; er kennt sich also aus mit Zeugnissen.

Leo war es, der im November 2015 eine erste Anfrage an die Stadtverwaltung richtete, ob man nicht einige Flüchtlinge anstellen könne, damit diese ein wenig Geld verdienen und obendrein eine Beschäftigung hätten. „Danach hat es einige Monate gedauert“, erinnert sich Leo. „Dann wurden drei Flüchtlinge eingestellt, um im Bauhof, in der Stadtgärtnerei und bei der Feuerwehr zu helfen“, sagt er. Aber bereits nach wenigen Tagen hätten die Probleme angefangen. „Zwei der drei Flüchtlinge kamen einfach nicht mehr zur Arbeit“, berichtet Leo. Ein Dritter habe nach einigen Monaten, in denen er bei der Feuerwehr unter anderem die Fahrzeuge gewaschen habe, inzwischen offensichtlich auch kein Interesse mehr.

Leo sieht sein ursprüngliches Ansinnen dennoch nicht gescheitert. Vielmehr müsse man über die Art und Weise der Betreuung nachdenken. „Mir schwebt ein Mischmodell aus Arbeit und Deutschkurs vor“, sagt Leo. „Learning by Doing“, wenn man so will.

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