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Symbolbild: dpa
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21.09.2017

Prozess um Enzberger Massenschlägerei: Opfer erscheinen erneut nicht als Zeugen

Pforzheim/Mühlacker. Ein schnelles Ende hat am Donnerstag der zweite Verhandlungstag im Prozess um eine Massenschlägerei am 9. Februar 2016 in der Nieferner Straße in Enzberg gefunden. Denn erneut erschienen wichtige Zeugen – darunter zwei der mutmaßlichen bulgarischen Opfer – nicht vor dem Pforzheimer Amtsgericht.

Sie hatten schon beim Auftakt der Verhandlung vor einer Woche unentschuldigt gefehlt. Nach einer Beratung mit Staatsanwalt Dominik Franzki, den Verteidigern Olivio Giuseppe und Cornelius Schaffrath sowie den Schöffen Philipp Ziegler und Thomas Kuhn schickte Richter Oliver Weik deshalb am Donnerstag auch alle anderen Zeugen ungehört wieder nach Hause. Am Donnerstag, 12. Oktober, ab 9 Uhr soll ein erneuter Versuch gestartet werden, in dem bisher recht undurchsichtigen Prozess weiterzukommen. Angeklagt sind zwei Deutsche mit türkischen Wurzeln. Ihnen wirft der Staatsanwalt vor, gemeinsam mit rund zehn Freunden drei Bulgaren verprügelt zu haben. Dabei soll dem Nebenkläger, der nach eigenen Angaben zum Schlichten des Streits hinzugekommen war, der Kiefer gebrochen worden sein. Er hatte bereits am vergangenen Donnerstag ausgesagt. Die beiden anderen Opfer, seine Neffen, halten sich derzeit wohl in Bulgarien auf. Dies hat Richter Weik zwischenzeitlich herausgefunden. Die beiden Bulgaren sollen nun an ihre dortige Adresse erneut eine Vorladung erhalten.

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