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Symbolbild: dpa
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22.06.2017

Prozess wegen versuchten Mordes: 71-Jähriger leidet an Folgen von Überfall

Karlsruhe/Oberderdingen. Er habe seit dem Angriff Probleme mit dem Sprechen, musste in der Reha neu laufen lernen und sei bis vor kurzem noch auf einen Rollstuhl angewiesen gewesen. Am zweiten Prozesstag am Donnerstag vor dem Landgericht in Karlsruhe kam nun erstmals das Opfer zu Wort. Der 71-Jährige Rentner aus Oberderdingen war am Abend des 15. Dezembers 2016 in seinem Bett von einem vermummten Mann attackiert worden.

Der Angreifer besprühte ihn wohl mit Pfefferspray und schlug den Senior mit einer Rohrzange. An den schweren Verletzungen hätte der Mann sterben können. Deshalb muss sich der 32-Jährige nun wegen versuchten Mordes verantworten.

Er räumte die Tat bereits ein – gab aber an, dass die Situation „außer Kontrolle geraten“ sei. Eigentlich habe er dem Mann nur eine Ohrfeige verpassen wollen. Damit hatten die 38-jährige Tochter und die Lebensgefährtin (58) des Geschädigten ihn beauftragt. Beide sind deshalb wegen Anstiftung ebenfalls angeklagt (PZ berichtete). Als Grund dafür nannten sie systematisch Demütigungen und Misshandlungen durch den Rentner.

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