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Trotz schnellem Eingreifen kann die Feuerwehr (wie auf dem Archivbild) ein Feuer nicht immer bekämpfen.
Großbrand in Bitumenfabrik: Pforzheimer Feuerwehhr leistet Hilfe © PZ-Archiv
25.05.2011

Rauchgasvergiftung und 200000 Euro Schaden

OBERDERDINGEN-FLEHINGEN. Eine Verletzte sowie ein Sachschaden von über 200 000 Euro waren am Mittwochmittag die Folgen eines Brandes in der Eigenmannstraße in Flehingen. Die 78-jährige Bewohnerin einer Einliegerwohnung des Hauses konnte sich zwar ins Freie retten, wollte dann jedoch noch einmal zurück in die Wohnung und musste von zwei Personen zurückgehalten werden.

Die zuständige Briefträgerin war während ihrer Zustellrunde auf das Feuer aufmerksam geworden und hatte um 11.28 Uhr Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste alarmiert. Als die Beamten des örtlichen Polizeipostens wenige Minuten später eintrafen, drangen dicke Rauchschwaden aus dem Küchenfenster der Einliegerwohnung. Erste Meldungen, wonach sich in dem an einem Hang liegenden einstöckigen Haus noch Personen aufhalten sollten, bestätigten sich glücklicherweise nicht. Die 78 Jahre alte Inhaberin der Wohnung wurde bereits wegen einer Rauchgasvergiftung in einem Rettungsfahrzeug behandelt. Wie sich herausstellte, war die zunächst ins Freie geflüchtete Rentnerin noch einmal in ihre Wohnung zurückgekehrt und erst von der Zustellerin wie auch einer Nachbarin endgültig in Sicherheit gebracht worden.

Obwohl die mit allen drei Abteilungen und 40 Mann angerückte Freiwillige Feuerwehr Oberderdingen rasch zur Stelle war und den Brand innerhalb von 20 Minuten unter Kontrolle brachte, wurden durch das Feuer erhebliche Gebäudeteile beschädigt. Da das Haus nicht mehr bewohnbar ist, kommt die Besitzerfamilie, die bei Brandausbruch nicht zu Hause war, fürs Erste vermutlich bei Verwandten unter. Die 78-Jährige, sie ist die Mutter der Eigner, wurde nach erster Versorgung durch den Notarzt in eine Klinik gebracht. Während der Löscharbeiten sperrte die Polizei die Eigenmannstraße im betroffenen Bereich ab und richtete eine örtliche Umleitung ein.

Die Rettungsdienste hatten am Brandort einen Notarzt, zwei Rettungswagen und zwei Notfallbereitschaften im Einsatz. Die Ermittlungen zur Ursache des Feuers, das seinen Ausgang zweifelsfrei in der Küche hatte, führt die Kriminalaußenstelle Bruchsal. Nach dem derzeitigen Stand gibt es keine Anhaltspunkte für eine technische Ursache oder eine vorsätzliche Brandstiftung. Vielmehr dürfte die Rentnerin auf dem Herd Fett erhitzt und dann vergessen haben. pol