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Überglückliche Helfer nach dem aufwendigen Einsatz an Neujahr: Der Berner Sennenhund war zuvor über viele Stunden in einer Abflussröhre eingezwängt. Auch ein Bagger musste zur Befreiung anrücken.
Überglückliche Helfer nach dem aufwendigen Einsatz an Neujahr: Der Berner Sennenhund war zuvor über viele Stunden in einer Abflussröhre eingezwängt. Auch ein Bagger musste zur Befreiung anrücken.
01.01.2019

Rettungsaktion: Hund sitzt acht Stunden zehn Meter tief in Abflusskanal fest

Mühlacker/Wiernsheim. Diese Nacht wird allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben: Mit viel Aufwand gelingt es nach acht Stunden, einen Berner Sennenhund aus einem Abflusskanal an der Straße zwischen Großglattbach und Serres zu retten.

Das Tier war in der Silvesternacht kurz vor 22 Uhr, wohl durch Feuerwerksraketen am Himmel, aufgeschreckt worden und in panischer Angst in einen für ihn viel zu engen Abflusskanal geflüchtet. Dort gab es nach geschätzten zehn Metern kein Vor und Zurück mehr.

Enormer Einsatzwillen

Nicht nur der menschliche Einsatz ist enorm, zuletzt entscheidet auch das herangeführte, technische Gerät über den Erfolg. Zunächst hatte der Besitzer versucht, seinen Liebling eigenhändig zu befreien, gegen 2.48 Uhr alarmierte er dann die Profis von der Abteilung Großglattbach der Senderstädter Feuerwehr. Aber auch die Experten benötigen dann noch einige Stunden. Augenzeugen berichten, dass das Tier schließlich um 5.52 Uhr am Neujahrsmorgen aus der dunklen Röhre befreit werden kann. Die Helfer, allen voran der Besitzer, waren „überglücklich“, freut sich der Einsatzleiter und stellvertretende Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Mühlacker, Matthias Donath: „Das Tier war allerdings völlig erschöpft und unterkühlt.“

Feuerwehr rettet Hund aus Abwasserrrohr

Bei der Rettungsaktion war zwischenzeitlich auch Feuerwehrverstärkung aus Mühlacker hinzugestoßen. Man habe die Bergungsstelle ausgeleuchtet und den Kanal belüftet, so Donath. Schließlich sei man sich klar darüber geworden, dass man schweres, technisches Gerät benötige. So habe man aus Vaihingen/Enz einen Bagger auf einem Tieflader heranführen lassen und ferner die technische Unterstützung eines Großglattbacher Bauunternehmens erhalten, um die Straße auffräsen zu können.

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