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Daniel Raddatz (links) und Daniela Dörr-Timmerberg kümmern sich um die Artenvielfalt am Roßweiher bei Maulbronn.  Lutz
Daniel Raddatz (links) und Daniela Dörr-Timmerberg kümmern sich um die Artenvielfalt am Roßweiher bei Maulbronn. Lutz
In den vergangenen Monaten wurde auch viele Pflegearbeiten durchgeführt.
In den vergangenen Monaten wurde auch viele Pflegearbeiten durchgeführt.
10.11.2017

Roßweiher bei Maulbronn wurde weitestgehend abgelassen

Daniela Dörr-Timmerberg und Daniel Raddatz stehen mitten im Schlamm, es regnet unablässig – und doch sind die beiden Naturschützer regelrecht begeistert. Denn es ist nicht irgendein matschiger Untergrund, durch den sie waten, es ist der Grund des Roßweihers bei Maulbronn und damit das Fundament eines der wichtigsten Naturschutzgebiete im ganzen Land.

Der See, vor Jahrhunderten von den Maulbronner Zisterziensermönchen zur Fischzucht angelegt, beherbergt Pflanzen und Tiere, die vom Aussterben bedroht sind und die es in ausreichender Zahl teilweise nur noch an diesem Fleckchen im Nordosten Maulbronns gibt.

Alle paar Schritte stoßen die Naturschützer, die sich im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe um das Gewässer kümmern, auf Raritäten wie die Böhmische Segge, den Gifthahnenfuß oder den Strand-Ampfer. „Dass wir diese Pflanzen hier überhaupt finden, liegt an den Sömmerungen, die alle fünf bis zehn Jahre durchgeführt werden“, erklärt Raddatz. Bei diesem Verfahren wird der See komplett oder auch nur zum Teil über Schieber abgelassen und fällt mehrere Monate trocken. Dieses Jahr war dies von Juni bis November der Fall. In dieser Zeit können Pflanzen, deren Samen jahrelang im Boden des Gewässers überlebt haben, austreiben und es entsteht ein wahres Sammelsurium an verschiedensten Gewächsen.

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