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Haben beim Aufstieg auf den Kammertenberg rund 70 Höhenmeter überwunden: (von links) Ute Vogt, Thomas Köberle, Thomas Knapp, Katja Mast und die Kreisvorsitzenden Paul Renner (Enzkreis) und Frederic Striegeler (Pforzheim). Kollros
Haben beim Aufstieg auf den Kammertenberg rund 70 Höhenmeter überwunden: (von links) Ute Vogt, Thomas Köberle, Thomas Knapp, Katja Mast und die Kreisvorsitzenden Paul Renner (Enzkreis) und Frederic Striegeler (Pforzheim). Kollros
27.08.2017

SPD-Politikerinnen Katja Mast und Ute Vogt laden zur Wandertour am Kammertenberg bei Mühlacker

Wahlkampf im Naturschutzgebiet – so hätte das Motto einer Wanderung von Lomersheim über den Kammertenberg nach Mühlhausen lauten können, wenngleich die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast hoch droben über dem Enztal auch meinte, sich damit ein wenig Auszeit vom Wahlkampf zu gönnen.

Prominenteste Teilnehmerin der Wanderung war die stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion und Masts Vorgängerin als Wahlkreis-Abgeordnete, Ute Vogt. Sie freue sich, hierzu von Katja Mast eingeladen worden zu sein, bekannte die Wahl-Stuttgarterin und sei deshalb auch gerne gekommen.

In der Tat stand die Politik nicht so sehr im Mittelpunkt an diesem Nachmittag, denn die rund 20-köpfige Wandergruppe wurde von Thomas Köberle (Mühlacker) in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer des Landschaftserhaltungsverbands Enzkreis fachkundig geleitet. Beim Anstieg auf den Kammertenberg mit rund 70 Meter Höhenunterschied machte Köberle der Wandergruppe deutlich, dass dieser Berg mit seinem Steilhang einerseits das größte Küchenschellen-Vorkommen im Enzkreis aufweise und ebenso die meisten Arten an Grashüpfern, wie etwa die blauflügelige Ödlandschrecke. Auch etliche seltene Brutvögel seien in diesem Steilhang über der Enz zuhause.

Als Abgeordnete des Pforzheimer Wahlkreises von 1994 bis 2005 habe sie im Enzkreis ja viel gesehen und kennengelernt, meinte Ute Vogt, aber bei der Wanderung habe sie erneut dazugelernt. Zumal in ihren Zuständigkeitsbereich als Fraktionsvize auch die Themen Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie Ernährung und Landwirtschaft fallen. Auf die Frage am Rande der Wanderung, was ihren Stuttgarter Wahlkreis vom Pforzheimer unterscheide, meinte Ute Vogt, dass sie in Stuttgart die meisten Termine mit der Stadtbahn erledigen könne, „das spart die viele Zeit auf der Straße, die ein so weitläufiger Wahlkreis wie Pforzheim/Enzkreis kostet“. Was ihr aus ihrer Pforzheimer Zeit am prägnantesten in Erinnerung blieb, sei der Gewinn des Direktmandats 1998 gewesen; da hat sie die Auseinandersetzungen mit Stefan Mappus offenbar eher verdrängt. Im Übrigen pflege sie nach wie vor Verbindungen in den Raum, mit Katja Mast und ihren früheren Mitarbeiterinnen treffe sie sich regelmäßig.

Und wie schätzt die SPD-Politikerin vier Wochen vor der Wahl die Stimmung ein? „Diese Wahl entscheidet sich in den letzten Tagen“, glaubt Ute Vogt.