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Rund 40 Figuren, darunter einen Engel, hat der gebürtige Erzgebirger Michael Schmidt für seinen Riesenschwibbogen angefertigt. Foto: Prokoph
Rund 40 Figuren, darunter einen Engel, hat der gebürtige Erzgebirger Michael Schmidt für seinen Riesenschwibbogen angefertigt. Foto: Prokoph
Ab 3. Dezember kann in der Hindenburgstraße 15 gegenüber der Parkhauseinfahrt wieder den Riesenschwibbogen von Michael Schmidt bewundert werden. Immer um 17 Uhr erzählt er an den vier Adventsmontagen vor Weihnachten rund zehn Minuten lang eine biblische Geschichte mit jeweils anderer Dekoration in dem Schwibbogen. Foto: Prokoph
Ab 3. Dezember kann in der Hindenburgstraße 15 gegenüber der Parkhauseinfahrt wieder den Riesenschwibbogen von Michael Schmidt bewundert werden. Immer um 17 Uhr erzählt er an den vier Adventsmontagen vor Weihnachten rund zehn Minuten lang eine biblische Geschichte mit jeweils anderer Dekoration in dem Schwibbogen. Foto: Prokoph
29.11.2018

Sächsische Tradition: Riesenschwibbogen in Mühlacker

Mühlacker. Weihnachten findet im Herzen statt. So sieht es Michael Schmidt. Der 38-jährige Referent einer großen Glaubensgemeinschaft stammt aus dem Erzgebirge und lebt seit sechs Jahren in Mühlacker. Aber immer in der Adventszeit erinnert sich der verheiratete Vater dreier Kinder an die Schwibbögen, die bei ihm zuhause im Erzgebirge schon seit vielen Jahren in der Adventszeit aufgestellt werden. Deshalb hat er bereits im vergangenen Jahr in der Senderstadt einen Riesenschwibbogen hergestellt, den er in den Adventswochen jeweils montags mit neuen biblischen Figuren und Geschichten füllt, die er dann immer um 17 Uhr etwa zehn Minuten lang den Interessierten erzählt.

An der Hindenburgstraße 15, vor der Parkhauseinfahrt, steht nun der imposante zwei Meter breite und etwa ein Meter hohe hölzerne Schwibbogen. „In Sachsen haben wir solche Schwibbögen an verschiedenen Stellen in den Orten stehen“, sagt Schmidt. Schon vor zwei Jahren trieb ihn die Frage um, wie er das, was er persönlich an Weihnachten schätzt, dafür benutzen könne, um die Menschen auf die eigentliche Bedeutung von Weihnachten wieder aufmerksam zu machen.

„Die Geschichten der Weihnachtszeit stecken voller spannender und erstaunlicher Begegnungen“, weiß Schmidt. Deshalb finden sich in seinem Schwibbogen ab Montag in den kommenden vier Wochen die Geschichte einer jungen Frau, deren Leben von Gott auf den Kopf gestellt worden sei, Schmidt erzählt von hochgebildeten Ausländern auf der Suche nach dem Wertvollsten im Leben und zeigt ein Königskind im kalten Stall.

Dafür hat der studierte Theologe bereits im Spätsommer angefangen, etwa 40 Figuren mit einer Laubsäge anzufertigen und zu bemalen, die im Schwibbogen dann zu einer biblischen Geschichte, nach dem Motto, „Es begab sich aber zu der Zeit…“, angeordnet werden. „Gott begegnet mir in meinem täglichen Leben“, sagt Schmidt. In der ersten Geschichte am kommenden Montag geht es um einen Weihnachtsbaum im Paradies von Adam und Eva, am 10. Dezember stehen die Hirten im Mittelpunkt, die von einem Engel die frohe Botschaft verkündet bekommen und am 17. Dezember geht es um die Weisen aus dem Morgenland, die ihre Kamele bepacken, um zum Jesuskind zu gelangen. Und am Sonntag, dem 23. Dezember – denn am Montag ist Heilig Abend – handelt die Geschichte von Jesus in der Krippe.

„Weihnachten ist für mich die Tatsache, dass Gott ganz persönlich bei uns ist“, sagt Michael Schmidt. Die Zuhörer bekommen von ihm dann nach jeder Geschichte ein kleines Präsent mit auf den Weg.