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Dieser erste Vorentwurf des Freibads wurde am Dienstag dem Gemeinderat vorgestellt. Über die Details muss noch entschieden werden, fest steht jedoch, dass die bestehenden Gebäude erhalten bleiben, aber irgendwann saniert werden müssen. Parallel zum Parkplatz muss ein Gebäude für die Technik gebaut werden, in dessen Zuge dann auch der Eingang dorthin umziehen könnte. Foto: Göhner& Schrade Architekten
Dieser erste Vorentwurf des Freibads wurde am Dienstag dem Gemeinderat vorgestellt. Über die Details muss noch entschieden werden, fest steht jedoch, dass die bestehenden Gebäude erhalten bleiben, aber irgendwann saniert werden müssen. Parallel zum Parkplatz muss ein Gebäude für die Technik gebaut werden, in dessen Zuge dann auch der Eingang dorthin umziehen könnte. Foto: Göhner& Schrade Architekten
13.03.2019

Sanierung des Freibads in Knittlingen: Teurer Badespaß

Knittlingen. Die Voruntersuchungen im Knittlinger Freibad sind abgeschlossen. Nur die Finanzierung der Sanierung muss jetzt noch geregelt werden.

Ungewohnt rappelvoll war der Sitzungssaal im Knittlinger Rathaus am Dienstag. Zahlreiche Bürger waren gekommen, um den Sachstandsbericht des Architekten Patric Göhner zur geplanten Freibadsanierung zu hören. Die PZ fasst die wichtigsten Punkte zusammen:

Was haben die Boden- und Grundwasseruntersuchungen ergeben?

Nachdem bekannt wurde, dass der Boden im Knittlinger Freibad belastet sein und ein wichtiger Trinkwasserbrunnen durch etwaige Bauarbeiten verschmutzt werden könnte, wurden entsprechende Untersuchungen eingeleitet (PZ berichtete). Diese haben nun ergeben, dass die Verunreinigungen des Bodens „sehr lokal begrenzt“ und für Badegäste sowie das weitere Vorgehen unbedenklich seien. Bestätigt hat sich die von Göhner bereits angesprochene Vermutung, dass der Bereich, in dem die Schwimmbecken eingelassen sind, angehoben werden muss, damit der Brunnen und das Grundwasser nicht beeinträchtigt werden. Der Sanierung steht diesbezüglich also nichts mehr im Wege. Es hapert jedoch noch an der Finanzierung des fast fünf Millionen Euro teuren Vorhabens.

Wie soll die Sanierung finanziert werden?

Noch läuft ein Antrag beim Bund auf einen Zuschuss aus dem Topf des Sonderförderprogramms mit inzwischen 200 Millionen Euro an Geldern. Laut Göhner sind jedoch zu fördernde Projekte im Wert von insgesamt rund zwei Milliarden Euro eingegangen, so dass es fraglich ist, ob Knittlingen überhaupt einen Zuschuss bekommt. Der würde immerhin 45 Prozent der Gesamtkosten ausmachen. Es gibt aber noch einen Plan B: Falls es mit diesem Zuschuss nicht klappen sollte, will Bürgermeister Heinz-Peter Hopp Mittel aus dem Ausgleichstopf des Landes beantragen. Die würden dann allerdings nur 30 bis 35 Prozent der Gesamtkosten decken.

Der Rest muss aus der Stadtkasse bezahlt werden. „Wir sollten uns überlegen, ob wir alles auf einmal machen müssen“, sagte CDU-Stadtrat Klaus Meiser. „Die Sanierung der bestehenden Gebäude könnten wir auch noch einige Jahre schieben.“ Dieser Vorschlag schlug bei den anderen Fraktionen auf wenig Zuspruch. „Wir können die Kosten ja auf drei Haushaltsjahre verteilen“, erinnerte Jörg Steinhilper von der SPD. Frank Knodel, Sprecher der Alternativen Liste, meinte, dass man zugunsten des Freibads vielleicht einfach andere Projekte auf Eis legen müsse.

Mehr lesen Sie am 14. März in der „Pforzheimer Zeitung - Region Mühlacker“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.