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Ohne Skrupel: Im vergangenen Jahr haben alkoholisierte Jugendliche ihren kaputten Bollerwagen samt Inhalt einfach in den Wullesee geworfen. Fotos: Cichecki/PZ-Archiv
Ohne Skrupel: Im vergangenen Jahr haben alkoholisierte Jugendliche ihren kaputten Bollerwagen samt Inhalt einfach in den Wullesee geworfen. Fotos: Cichecki/PZ-Archiv
Traditionell begeben sich jedes Jahr zahlreiche Jugendliche auf die Maiwanderung. Leider halten sich aber nicht alle davon an Recht und Ordnung.
Traditionell begeben sich jedes Jahr zahlreiche Jugendliche auf die Maiwanderung. Leider halten sich aber nicht alle davon an Recht und Ordnung.
Auch das Grundstück des ASV wurde letztes Jahr in Mitleidenschaft gezogen.
Auch das Grundstück des ASV wurde letztes Jahr in Mitleidenschaft gezogen.
Alexander Geiger und Rainer Kurtbatfinski (von links) von der City-Streife haben gemeinsam mit den Polizeibeamten Roland Lenk und Martin Wilhelm im vergangenen Jahr in Mühlhausen für Ordnung gesorgt. Auch am 1. Mai in zwei Wochen wird der Platz wieder verstärkt kontrolliert. Foto: PZ-Archiv/Prokoph
Alexander Geiger und Rainer Kurtbatfinski (von links) von der City-Streife haben gemeinsam mit den Polizeibeamten Roland Lenk und Martin Wilhelm im vergangenen Jahr in Mühlhausen für Ordnung gesorgt. Auch am 1. Mai in zwei Wochen wird der Platz wieder verstärkt kontrolliert. Foto: PZ-Archiv/Prokoph
17.04.2019

Saufgelage am 1. Mai: So will Mühlacker dagegen vorgehen

Mühlacker. Bier, Musik, Sonne und Bollerwagen: Viel mehr brauchen die Jugendlichen der Region am 1. Mai nicht, um glücklich zu sein. Gemeinsam begeben sich zahlreiche Gruppen jedes Jahr auf die traditionelle Maiwanderung.

Dabei wird oft Halt an verschiedenen Stationen gemacht, an denen örtliche Vereine die erschöpften Wanderer mit Essen und Trinken versorgen. Dort bleibt es aber meistens nur bei einem Absacker. In Mühlacker galt über Jahre hinweg vor allem die Wiese in Mühlhausen zwischen der Turnhalle und dem Spielplatz als beliebter Anziehungspunkt und letzte Station der Wanderung. Wo der Spaß bei der Jugend aber erst richtig anfing, hörte er bei allen Nicht-Wanderern und Ordnungshütern schon wieder auf.

Neben haufenweise liegengelassenem Verpackungsmüll, Flaschen, Scherben und Dosen, hatten es Polizisten in Mühlhausen mit alkoholisierten sowie aggressiven Jugendlichen und der Rettungsdienst mit zahlreichen Schnapsleichen zu tun.

Um eine erneute Verwüstung der Mühlhäuser Wiese zu verhindern, haben im vergangenen Jahr City-Streife und Polizisten das Gebiet am 1. Mai bewacht und den Bürgern vor Ort einen ruhigen Tag ermöglicht.

Das hinderte die Feierlustigen allerdings nicht daran, sich einfach einen neuen Treffpunkt zu suchen. Des einen Freud wurde des anderen Leid. Dieses Mal blieb Mühlhausen zwar verschont, dafür musste aber der Wullesee in Dürrmenz daran glauben.

Der Leiter des Senderstädter Ordnungsamts Ulrich Saur stellte mit Bedauern fest, dass sich die Ausschreitungen, die man in den vergangenen Jahren in Mühlhausen verfolgen musste, schlichtweg verlagert haben. Um in diesem Jahr auch dagegen vorzugehen, werden laut Saur an beiden Sammelpunkten erneut Kontrollen durchgeführt – dabei werde ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes – also auf den Alkoholkonsum – und auf die Müllbeseitigung gelegt.

Mehr lesen Sie am Donnerstag, 18. April 2019, in der „Pforzheimer Zeitung (Ausgabe Mühlacker)“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.