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Erneut gab es beim Mordprozess gegen einen 24-Jährigen aus Oberderdingen am Eingang zum Karlsruher Schwurgericht Personenkontrollen. Foto: Hepfer
Erneut gab es beim Mordprozess gegen einen 24-Jährigen aus Oberderdingen am Eingang zum Karlsruher Schwurgericht Personenkontrollen. Foto: Hepfer
08.02.2019

Scharfe Maßnahmen beim Mordprozess um Oberderdinger Brandstifter

Karlsruhe/Oberderdingen. Das Polizeiaufgebot am Eingang zum Karlsruher Schwurgericht umfasste auch gestern mehrere bewaffnete Beamte, die Personenkontrollen durchführten. Notwendig war diese Sicherheitsmaßnahme geworden, weil ein Zeuge im Umfeld des Mordprozesses gegen einen 24-jährigen Oberderdinger eingeschüchtert worden war (PZ berichtete).

Drinnen im Saal lieferte diesmal die Vernehmung eines 19-jährigen Zeugen hochbrisante Hinweise, welche den Angeklagten schwer belasten. Dieser wird unter anderem für eine Brandserie an Scheunen verantwortlich gemacht. Zudem soll er Ende Mai 2018 Feuer in einem Oberderdinger Seniorenheim gelegt haben, wo er als Pfleger arbeitete. Dabei war eine 82-jährige Bewohnerin an den Folgen des Brandes gestorben. Der gestrige Zeuge, ein Arbeitskollege des Angeklagten, berichtete von Gesprächen mit dem 24-Jährigen, der auch beim Rettungsdienst tätig ist. Als das Thema Scheunenbrände zur Sprache kam, soll der Angeklagte gesagt haben, so der Zeuge, dass er es gut fände, „wenn mal etwas Größeres brennen würde.“ Und, dass es doch „cool wäre“, wenn er ein Menschenleben retten könne. „Diese Äußerungen fand ich sehr komisch“, meinte der 19-jährige Zeuge. Mehr lesen Sie am Samstag, 9. Januar, in der „Pforzheimer Zeitung - Ausgabe Mühlacker“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.