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Förster Benedikt Trefzer (Mitte) erläuterte dem Gemeinderat die anstehenden Arbeiten im Maulbronner Wald. Lutz
Förster Benedikt Trefzer (Mitte) erläuterte dem Gemeinderat die anstehenden Arbeiten im Maulbronner Wald. Lutz
Die neue Wildkammer, in der die geschossenen Tiere verarbeitet werden, wird von rund 40 Jägern aus der Region in Anspruch genommen.
Die neue Wildkammer, in der die geschossenen Tiere verarbeitet werden, wird von rund 40 Jägern aus der Region in Anspruch genommen.
Eine Furt zur Bewässerung des Grabensystems aus der Zeit der Mönche sorgte bei den Stadträten für viel Gesprächsstoff, da sie einen Wanderweg durchschneidet.
Eine Furt zur Bewässerung des Grabensystems aus der Zeit der Mönche sorgte bei den Stadträten für viel Gesprächsstoff, da sie einen Wanderweg durchschneidet.
11.05.2017

Schatzkammer aus Holz in Maulbronn

Die Deutschen und der Wald – das ist ein Kapitel für sich. Und so wundert es auch nicht, dass der traditionelle Rundgang durchs Revier in Maulbronn gerne zu einer Veranstaltung wird, die man guten Gewissens als ausführlich bezeichnen darf:

Rund zwei Stunden haben am Mittwochabend Stadträte, Vertreter der Verwaltung sowie Jäger den Ausführungen von Forstamtsleiter Frieder Kurtz und Förster Benedikt Trefzer sowie Bürgermeister Andreas Felchle gelauscht, etliche Fragen gestellt und am Ende festgestellt, dass der Wald längst mehr ist als die grüne Umrandung des Städtchens Maulbronn. Er ist ein Erholungs- und auch Wirtschaftsfaktor erster Güte.

Beinahe die Hälfte des Gebiets innerhalb der Gemarkungsgrenzen Maulbronns ist mit Wald bedeckt, wie Felchle erläuterte. Damit komme dem Forst alleine schon aufgrund seiner schieren Größe in Maulbronn eine enorme Bedeutung zu. „Und es handelt sich um ein bedeutendes Vermögen – materiell wie auch immateriell.“

Darüber hinaus sei der Wald ein Wirtschaftsbetrieb, sagte Felchle, was sich nicht zuletzt anhand der neuen Wildkammer ablesen lasse, die neben der Waldhütte bei der Deponie Hamberg entstand.

Rund 240 000 Euro hat das hochmoderne Gebäude gekostet, das von rund 40 Jägern aus der Region zum Verarbeiten des geschossenen Wilds genutzt wird und damit eine der größten Einrichtungen dieser Art in der gesamten Region ist.

Kurtz und Trefzer erläuterten hingegen die Maßnahmen, die in den vergangenen Monaten im Maulbronner Wald anstanden: So habe man nicht nur darauf geachtet, den Forst entsprechend zu verjüngen – also alte Bäume zu entnehmen, um Platz für neue zu schaffen. Auch die Umsetzung sogenannter Schutzzonen war eines jener wichtigen Anliegen, die man angegangen ist. In diesen Bereichen ist der Forst mehr oder weniger sich selbst überlassen, eine Bewirtschaftung findet nicht statt; Flora und Fauna können sich entfalten.

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